Huthis verstärken nach Offensive im Jemen Angriffe gegen Saudi-Arabien
Nach Drohnenangriffen auf eine wichtige Ölpipeline in Saudi-Arabien hat auch die jemenitische Huthi-Miliz ihre Angriffe auf das Nachbarland verstärkt.
Die mit dem Iran verbündete Miliz habe einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen, erklärte der Huthi-Sprecher Jahja Saree am Sonntag im Onlinedienst X.
Nach UN-Angaben flohen in den vergangenen Tagen mehr als 2000 Menschen aus dem Jemen ins benachbarte Dschibuti.
Die Huthi-Miliz hatte in den vergangenen Tagen eine groß angelegte Offensive gestartet und bei Kämpfen gegen die jemenitischen Regierungstruppen die gesamte Küste am Roten Meer erobert.
Nach Angaben der jemenitischen Regierung kontrolliert die Miliz nun die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet.
Der Angriff auf den saudiarabischen Stützpunkt Scharurah habe „Waffendepots sowie Kommando- und Kontrollzentren“ gegolten, erklärte Huthi-Sprecher Saree.
Wann der Angriff genau erfolgte, teilte er nicht mit.
Die Huthis kontrollieren bereits weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa.
Die Miliz hatte Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither saudiarabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich angegriffen.
Saudi-Arabien unterstützt die jemenitischen Regierungstruppen im Kampf gegen die Huthis, die wiederum vom Iran unterstützt werden.
Am Freitag hatte Saudi-Arabien die wichtige Ost-West-Pipeline nach den Drohnenangriffen vorübergehend geschlossen.
Das saudiarabische Außenministerium erklärte, die Ölpipeline sei in den Regionen Riad und Medina mit „mehreren aus dem Irak kommenden Drohnen“ angegriffen worden.
Im Irak sind zahlreiche Milizen aktiv, die vom Iran unterstützt werden.
Wegen der Angriffe auf die Pipeline hatte der Irak am Samstag drei Grenzübergänge zum Iran geschlossen.
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