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Er unterstützte Ukraine-Krieg - Russischer Olympiasieger Tschepikow (59) tot

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Er unterstützte Ukraine-Krieg - Russischer Olympiasieger Tschepikow (59) tot

Die russische Biathlon-Welt trauert um Sergej Tschepikow. Der zweifache Olympiasieger und zweimalige Gesamtweltcup-Sieger ist im Alter von 59 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Das teilte der russische Biathlonverband am Donnerstag mit.

Eine genaue Todesursache nannte der Verband zunächst nicht. In seinem Nachruf würdigte er Tschepikow als „Legende des russischen Biathlons“ und hob dessen jahrzehntelangen Beitrag zum Sport hervor.

Tschepikow gewann 1988 bei den Winterspielen in Calgary Gold mit der sowjetischen Staffel über 4 x 7,5 Kilometer. Sechs Jahre später triumphierte er bei den Olympischen Spielen in Lillehammer im Sprint.

Auch im Weltcup schrieb er Geschichte: 1990 und 1991 gewann er die Gesamtwertung und war damit der erste sowjetische beziehungsweise russische Biathlet, dem dieser Erfolg gelang. Zudem wurde er zweimal Weltmeister. Insgesamt nahm Tschepikow an sechs Olympischen Winterspielen teil.

Auch nach seinem Karriereende 2007 blieb er dem Biathlon verbunden, unter anderem als Berater und Funktionär des russischen Verbandes.

2016 zog Tschepikow in die russische Staatsduma ein. Zuvor war er bereits Mitglied der Partei „Einiges Russland“ geworden. Bis zuletzt war er politisch aktiv.

Er galt auch als Unterstützer des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Im Februar 2022 stimmte Tschepikow als Duma-Abgeordneter für eine Resolution, die Kreml-Herrscher Wladimir Putin zur Anerkennung der von Russland kontrollierten Gebiete Donezk und Luhansk als sogenannte „Volksrepubliken“ aufforderte. Die EU setzte ihn deshalb bereits am 23. Februar 2022 auf ihre Sanktionsliste. Auch die USA belegten ihn im März 2022 mit Sanktionen.

Damit gehörte Tschepikow zu den russischen Abgeordneten, die von westlichen Staaten wegen ihrer Unterstützung der russischen Politik gegenüber der Ukraine sanktioniert wurden.

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