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12-Uhr-Schock an der Tankstelle - Diesel knallt 30 Cent rauf

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12-Uhr-Schock an der Tankstelle - Diesel knallt 30 Cent rauf

Kirchheim unter Teck (Baden-Württemberg) – 30 Cent mehr auf einen Schlag: An einer RAN-Tankstelle in Kirchheim unter Teck sprang der Dieselpreis am Montag um 12 Uhr von 2,32 Euro auf 2,62 Euro je Liter. Auch Super E10 wurde dort deutlich teurer: von 2,229 Euro auf 2,469 Euro.

Auch in Köln ging es um 12 Uhr kräftig nach oben. An einer Aral-Tankstelle am Bonner Verteiler stieg Super E10 von 2,26 auf 2,46 Euro, Super von 2,32 auf 2,52 Euro und Diesel von 2,38 auf 2,57 Euro je Liter.

Dasselbe Bild bundesweit: Zwischen 11.45 Uhr und 12.15 Uhr verteuerte sich Super E10 im Schnitt von 2,24 auf 2,44 Euro je Liter, Diesel von 2,37 auf 2,57 Euro. Super E5 stieg von 2,30 auf 2,49 Euro. Damit wurden E10 und Diesel innerhalb einer halben Stunde jeweils 20 Cent teurer, Super E5 19 Cent.

Hinter den steigenden Preisen steckt vor allem der hohe Ölpreis. Die für Europa wichtige Nordsee-Ölsorte Brent lag am Montagvormittag bei mehr als 107 Dollar je Barrel. Gleichzeitig verschärft sich die Lage im Nahen Osten weiter: Die Straße von Hormus ist für Öltransporte stark beeinträchtigt, mit Bab al-Mandab steht eine zweite wichtige Route unter Druck. Wird Öl knapper oder schwieriger transportiert, steigt meist auch der Preis an der Tankstelle.

Schon am Sonntag hatte Super E10 mit bundesweit durchschnittlich 2,273 Euro je Liter ein neues Allzeithoch erreicht. Diesel lag im Tagesdurchschnitt bei 2,404 Euro.

Der Tankstellen-Interessenverband hält inzwischen sogar Spritpreise von 3 Euro je Liter für möglich. TIV-Vertreter Herbert Rabl sagte der „Rheinischen Post“: „Wir werden uns damit auseinandersetzen müssen, dass wir Spritpreise um drei Euro bekommen.“ Zugleich wirft er den Mineralölkonzernen vor: „Es wird abkassiert.“ Rabl fordert deshalb eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Sprit. Auch ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski hatte gegenüber BILD gewarnt: Bleibe Öl längere Zeit über 110 Dollar je Barrel, komme Diesel der 3-Euro-Marke „leider gefährlich nahe“.

Für Autofahrer kann der richtige Tankzeitpunkt deshalb viel Geld ausmachen. Schon 20 Cent Preisunterschied bedeuten bei 50 Litern 10 Euro mehr oder weniger. Der ADAC rät, Preise zu vergleichen und möglichst kurz vor 12 Uhr zu tanken.

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