Sind die Spritpreise noch zu bremsen?
Ölpreis über 100 Dollar Sind die Spritpreise noch zu bremsen? Stand: 14.09.2026 • 11:18 Uhr
Der Schock an den Zapfsäulen ist zurück. Wegen der Eskalation im Nahen Osten werden Benzin und Diesel immer teurer - am Wochenende gab es ein neues Allzeithoch. Auch die Preise für Heizöl steigen deutlich.
Die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten hat die Spritpreise weiter nach oben getrieben. Zu Wochenbeginn zahlen Autofahrerinnen und Autofahrer Daten der ARD zufolge im Schnitt 2,25 Euro für einen Liter Superbenzin der Sorte E10 - ein Plus von elf Cent im Vergleich zu Ende August.
Ein Liter Diesel kostete heute Morgen 2,38 Euro pro Liter und damit 20 Cent mehr als vor zwei Wochen. Das ergibt die SWR -Datenanalyse aller Kraftstoff-Preise der rund 15.000 deutschen Tankstellen.
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Am Wochenende hatten die Spritpreise sogar ein neues Allzeithoch erreicht. Der Liter Super E10 kostete am Sonntag laut ADAC im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,273 Euro. Damit wurde der bisherige Höchstpreis von März 2022 übertroffen. Der Preis für Diesel stieg ebenfalls weiter an. Er erreichte am Sonntag laut ADAC 2,404 Euro pro Liter. Und ein Ende der Preisspirale in Deutschland ist nicht abzusehen.
D er eskalierende Konflikt im Nahen Osten sorgt dafür, dass die Preise für Rohöl hoch bleiben - was die Autofahrer oder Käufer von Heizöl umgehend zu spüren bekommen. Schon in der Nacht zum Freitag war der Preis für ein Fass der Nordsee-Referenzsorte Brent in Richtung 110 Dollar gestiegen. Aktuell werden rund 107 Dollar bezahlt.
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Daher rechnet auch der Tankstellen-Verband mit weiter steigenden Preisen. "Wir werden uns damit auseinandersetzen müssen, dass wir Spritpreise um drei Euro bekommen", sagte Herbert Rabl vom Tankstellen-Interessenverband (TIV) der Rheinischen Post. "Und wir haben sie an den Autobahnen ja schon."
Der Experte kritisierte das Vorgehen der Mineralölkonzerne. "Es wird abkassiert. Und auch die Tankstellenbetreiber leiden unter den hohen Preisen." Zwar seien die Blockade der Straße von Hormus und der Konflikt mit den Huthis um die Meerenge Bab al-Mandab ein Problem. Der Anteil des Öls hierzulande aus der Golfregion sei jedoch vergleichsweise gering.
"Da in den USA die Spritpreise gerade niedrig gehalten werden, müssen die Konzerne woanders das Geld verdienen", erklärte Rabl. "Und das ist bei uns, das ist in Europa."
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Den Autofahrerinnen und Autofahrern bleibt also nichts anderes, als zu versuchen, Preisschwankungen möglichst auszunutzen. Spritpreise dürfen nur einmal am Tag um 12 Uhr mittags erhöht werden . Oftmals sind die Notierungen am späten Vormittag kurz vor den neuen Preisen am günstigsten - ein kurzer Blick könnte sich also lohnen.
Die hohen Spritpreise haben aber auch noch andere Folgen. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren sich für E-Autos , deren Absatz zuletzt deutlich gestiegen ist.
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