Mercedes GLC EQ im Test - Ist das der beste Elektro-Mercedes?
Der Mercedes GLC ist jetzt auch konsequent elektrisch unterwegs. Im GLC 400 EQ 4Matic arbeiten zwei E-Motoren mit zusammen 489 PS und 800 Nm. Eine 94-kWh-Batterie soll nach dem weltweit einheitlichen Leichtfahrzeuge-Testverfahren WLTP bis zu 611 Kilometer Reichweite ermöglichen.
Billig ist das nicht: Mindestens 71.281 Euro verlangt Mercedes, der AUTO BILD-Testwagen kommt mit Extras sogar auf 82.242 Euro.
Beim Beschleunigen merkt man dem immerhin 2559 Kilogramm schweren SUV sein Gewicht kaum an. Aus dem Stand erreicht der GLC nach gemessenen 4,2 Sekunden Tempo 100, erst bei 210 km/h wird elektronisch abgeregelt.
Noch beeindruckender ist allerdings der Komfort. Mit optionaler Luftfederung schluckt der GLC selbst schlechte Straßen souverän. Dazu kommen sehr bequeme Sitze, niedrige Fahrgeräusche und viel Platz für die Passagiere.
Ganz an die WLTP-Reichweite kommt der Mercedes im AUTO BILD-Test nicht heran. Statt der versprochenen 611 Kilometer sind es 479 Kilometer. Der Testverbrauch liegt mit 21,7 kWh/100 km deutlich über der WLTP-Angabe von 17,6 kWh.
Dafür geht es an der Ladesäule schnell: Dank 800-Volt-Technik sind bis zu 330 kW Ladeleistung möglich. Von zehn auf 80 Prozent soll der Akku in 22 Minuten geladen sein.
Auch digital fährt der GLC weit vorn. Das große Display, das Head-up-Display und die Augmented-Reality-Navigation überzeugen. Kleine Schwächen gibt es trotzdem: Einige Assistenzsysteme greifen etwas ruppig ein, und angesichts des Preises dürften manche Materialien im Innenraum hochwertiger ausfallen.
Unterm Strich bleibt der GLC EQ ein extrem komfortables, starkes und langstreckentaugliches Elektro-SUV. Dafür gibt es im AUTO BILD-Test die Note 1,5.
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