Montag, 12. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Deutschland

Filmstar Heiner Lauterbach - „Was du für einen Beruf hast, ist völlig wurscht“

Bild ·
Filmstar Heiner Lauterbach - „Was du für einen Beruf hast, ist völlig wurscht“

München – Gussrohre statt Glamour! Bevor Heiner Lauterbach (73) Schauspielstar wurde, schuftete er als Installateur. Noch heute bleibt er an Baustellen stehen und schaut den Handwerkern bei der Arbeit zu. Jetzt will er Jugendlichen bei der Berufswahl helfen. Mit „Meet Your Master Next Generation“ startet er ein neues Angebot zur Berufsorientierung. In kurzen Filmen sollen Jobs und Menschen vorgestellt werden, die diese mit Leidenschaft ausüben. BILD traf den Filmstar in München zum Interview.

BILD: Herr Lauterbach, warum ist Ihnen das Thema Berufswahl so wichtig?

Heiner Lauterbach: „Wenn du den ganzen Tag mit unnützem Zeug füllst, lange pennst, schlechte Sachen isst, eine Serie im Streamer guckst und dann auf dem Handy rumdaddelst, bis du abends müde ins Bett gehst – wenn du das permanent machst, wirst du nicht glücklich. Du wirst sicher unglücklich. Das habe ich auch in meinem eigenen Leben festgestellt. Ich wollte mich mal nur aufs Golfspielen konzentrieren und dachte: ‚Super, das mache ich jetzt.‘ Und dann habe ich festgestellt, dass ich fast depressiv geworden bin.

Jugendlichen eine Perspektive zu bieten und sie dabei zu unterstützen, ihren Weg zu finden und zu gehen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir sollten hier alle mehr Verantwortung übernehmen.“

Heiner Lauterbach: „Ja. Das habe ich gemacht, weil mein Vater so einen Betrieb hatte. Und weniger, weil ich so fasziniert von den Rohren war.“

Heiner Lauterbach: „Unbedingt. Zum einen ist es wichtig, auch mal etwas durchzuziehen und zu Ende zu bringen. Zum anderen muss man Erfahrungen sammeln, um herauszufinden, was einem Spaß macht und was nicht. Ich habe drei Jahre wirklich auch im Winter im Rohbau gearbeitet, eiskalt, Vier-Zoll-Gussrohre in den 10. Stock getragen. Manchmal bleibe ich heute sogar an kleinen Baustellen stehen, schaue zu, wie die da hantieren, und denke an die Zeit früher.

Aber ich finde, solche Erfahrungen sind hilfreich im Leben. Für mich stand danach fest, dass das nicht mein Weg ist und ich stattdessen meiner Leidenschaft aus der Schulzeit nachgehen möchte: dem Schauspiel.“

Heiner Lauterbach: „Nein, ich habe keine Zange mehr angefasst. Ich bin auch nicht der Handwerker. Das war ich nie.“

Heiner Lauterbach: „BWL-Studenten, die Arbeit suchen, kenne ich viele. Ich weiß nur, dass wir auf einen Elektriker oder Installateur bei uns am Starnberger See bis zu acht Wochen warten. Und wir sind schon privilegiert, weil wir die alle so lange kennen.“

Heiner Lauterbach: „Unbedingt. Wir geben für so viel Scheiße Geld aus. Pfleger, Krankenschwestern, Polizisten, Feuerwehrleute, Notärzte – die arbeiten für einen Appel und ein Ei, dafür, was die für eine Verantwortung haben. Die müssen wir einfach besser bezahlen. Dafür müssen wir Steuern ausgeben.“

Und wenn Ihr Sohn, der studiert, Busfahrer oder Maurer hätte werden wollen?

Heiner Lauterbach: „Wenn der Vito gekommen wäre und gesagt hätte: ‚Ich werde Busfahrer oder Maurer‘, hätte ich erst mal gesagt: ‚Wie kommst du denn darauf?‘ Aber dann: ‚Klasse, mach das, mach das! Wenn das dein Ding ist, dann hau rein.‘

Was du für ein Mensch bist, ist entscheidend.

Vollständigen Artikel bei Bild lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

Mehr von Bild

Alle ansehen ›

Mehr in Deutschland

Alle ansehen ›