Chemiekonzern: Evonik streicht mehr als 2000 Stellen in Deutschland
Evonik kämpft mit der Krise der Chemieindustrie.
Deswegen baut der Konzern aus Essen insgesamt 3200 Stellen ab – ein Großteil davon betrifft Jobs in Deutschland.
Der Chemiekonzern Evonik hat den Abbau von 3200 Stellen angekündigt.
2150 davon entfallen auf Deutschland, wie das Unternehmen in Essen mitteilte.
Das Produktportfolio werde nach Rollenprofilen geordnet, den sechs großen Produktionsstandorten in Deutschland würden spezifische Aufgaben zugeteilt, teilte der MDax-Konzern nach einer Strategieklausur mit.
Evonik bekräftigte damit seine Umbaupläne, die das Unternehmen im Juni veröffentlicht hatte. „Vorstand, Aufsichtsrat und Arbeitnehmervertreter teilen eine Überzeugung: Wir befinden uns in einer strukturellen und ökonomischen Krise unserer Industrie“, sagte Übergangschef Claus Rettig laut Mitteilung.
Gute Chancen für Wachstum sieht Evonik besonders in Asien und Amerika, dort werden aktuell weitere Investitionsprojekte geprüft.
Finanzielle Details zu Einspareffekten und Sonderkosten nannte Evonik zunächst nicht.
Die Aktie legte um fast 5 Prozent zu.
Evonik bereitet schon Sparplan für 2029 vor Schon bis Ende 2026 fallen durch Spar- und Effizienzprogramme rund 2800 Stellen weg.
Der nächste Sparplan soll bis 2029 sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden.
So werden frei werdende Stellen nicht nachbesetzt, Beschäftigte früher in den Ruhestand verabschiedet oder freiwillige Abgänge über Abfindungen vereinbart.
Evonik hatte unter anderem angekündigt, das Polyester-Geschäft mit einem Jahresumsatz von rund 150 Millionen Euro einzustellen.
Per Ende 2025 beschäftigte Evonik mit 31.053 Mitarbeitern fast 900 weniger als ein Jahr zuvor.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.