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Tor beendet Horror-Serie - Fujita erlöst St. Pauli und sich selbst

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Tor beendet Horror-Serie - Fujita erlöst St. Pauli und sich selbst

Joel Fujita (24) tanzte vor der Südtribüne. Der Japaner traf mit einem abgefälschten Schuss (88.) zum 1:0-Sieg gegen Wolfsburg . „Dass Joel mit seinem ersten Startelf-Einsatz wieder den Erlöser bringt, ist natürlich eine wunderbare Geschichte“, sagte Sportchef Andreas Bornemann (54) bei „Sky“. Das Tor beendet die Horror-Serie von St. Pauli! Saisonübergreifend hatte der Klub die letzten 14 Liga-Spiele nicht gewonnen. Der letzte Dreier stammte aus Erstliga-Zeiten im Februar (1:0 in Hoffenheim).

Durch den Sieg muss Trainer Marcel Rapp (47) das Mantra „Wir müssen zwischen Leistung und Ergebnis trennen“ nicht mehr wiederholen. „Das freut mich am meisten“, erklärte er strahlend. „Logischerweise musst du das trennen. Aber irgendwann holt dich das auch mal ein. Dann interessiert es keinen mehr, wie die drei Spiele davor waren. Deswegen sind wir jetzt froh, dass wir gewonnen haben.“

Matchwinner war einer, den keiner in dieser Saison mehr bei St. Pauli erwartet hätte. Fujita, mit 10 Mio. Euro (Quelle: transfermarkt.de) der wertvollste Profi im Kader des Zweitligisten , strebte im Sommer-Transferfenster einen Wechsel an. Am Ende wurde daraus nichts. Fujita: „Es waren harte Wochen, weil meine Situation seit Sommer unklar war. Jetzt ist die Situation klar und ich fokussiere mich auf diesen Klub.“

Die vergangenen beiden Spiele war der Sechser aus Leistungsgründen draußen. Rapp erklärte: „Es stand die ganze Zeit im Raum: Joel geht weg. Man kann nicht in die Köpfe reinschauen. Er hat ordentlich trainiert, seine Leistungen waren aber nicht so gut, sodass er dann auf der Bank war. Wir erklären den Jungs das und zeigen ihnen, wie es besser geht. Jetzt hat er wieder die Chance gekriegt, zu spielen, und hat gerade in der zweiten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir sind total glücklich, dass er da ist. Da können wir noch einiges erwarten.“

Fujitas Siegtor wurde erst möglich, weil Wolfsburgs Adjetay den Ball mit dem Kopf unhaltbar abfälschte. „Ich hatte ein bisschen Glück, aber ein Tor ist ein Tor“, beschrieb Fujita die späte Erlösung für St. Pauli , sich selbst und die Fans am Millerntor. Was bedeutet das jetzt? Rapp: „Es gibt keinen Grund, durchzudrehen. Aber das Selbstvertrauen bei den Jungs wächst. Deswegen werden wir dann nächste Woche nicht schlechter spielen.“ Kommenden Sonntag (13.30 Uhr, Sky) in Cottbus.

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