Druck auf Reiche wächst: Merz besorgt wegen niedriger Gasfüllstände
Wie gut ist Deutschland auf den Winter vorbereitet? Noch sind die Füllstände in den Gasspeichern niedrig - was Kanzler Merz offenbar so beunruhigt, dass er sich nun regelmäßig über die Lage informieren lässt. Auch sein Digitalminister macht sich Sorgen.
Angesichts niedriger Füllstände in den deutschen Gasspeichern wächst der Druck auf Wirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU, notfalls doch staatlich einzugreifen und zusätzliche Gaslieferungen für den nahenden Winter zu sichern. Nach Informationen des "Stern" griff Digitalminister Karsten Wildberger das Thema am Rande der Kabinettsklausur in der vergangenen Woche im brandenburgischen Neuhardenberg auf: Wildberger habe sich besorgt über die geringen Füllstände der deutschen Speicher gezeigt und vor Versorgungsengpässen im Winter gewarnt, berichten Teilnehmer der Klausur übereinstimmend dem Magazin.
Bundeskanzler Friedrich Merz soll demnach Wildbergers Einschätzung geteilt haben. Die zuständige Wirtschaftsministerin Reiche konnte sich nicht in die Diskussion einschalten - sie fehlte krankheitsbedingt auf der Klausurtagung. Über das gesamte erste Halbjahr hatte Reiche staatliche Interventionen zur Absicherung der Gasversorgung im anstehenden Winter abgelehnt.
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