Trotz Gewitter und Regen - Wo die Sonne am Wochenende ihr Comeback feiert
München – Wir haben sie an den letzten Tagen vermisst. Jetzt ist sie zurück: die Sonne! Am Wochenende verwöhnt sie Deutschland mit tollem Spätsommerwetter. Aber nicht überall. Und nicht unbedingt sofort.
Meteorologe Dr. Thorsten Kaluza vom Deutschen Wetterdienst zu BILD: „Am heutigen Freitag ziehen südlich der Donau, also primär in Bayern, noch einige Schauer durchs Land, bei Temperaturen bis zu 20 Grad Celsius.“ Aber während von Westen bis in die östliche Mitte schon neue Gewitter aufziehen, zeigt sich die Sonne im Norden wieder öfter, bei angenehmen Temperaturen bis zu 26 Grad. Ein Sonnen-Comeback, über das sich Berlin bereits seit gestern freuen kann! Am Freitag wird das Wetter in der Hauptstadt sogar noch sonniger.
Auch in ganz Deutschland beruhigt sich das Wetter: „Es wird schon am Samstag weniger wechselhaft“, so Kaluza zu BILD. Wurde auch Zeit nach teils schweren Unwettern in Hessen, Thüringen und Bayern in der Nacht zum Donnerstag. In der Mitte Deutschlands sowie an Nord- und Ostseeküste sind zwar am Samstagvormittag noch Schauer und Gewitter möglich, morgens auch in Berlin, aber im Verlauf des Tages werde es deutlich weniger Regen geben. Stattdessen mehr Sonne.
„Die meisten Sonnenstunden erwarten wir am Samstag im Süden“, sagt der DWD-Experte zu BILD. Am Oberrhein sollen die Temperaturen auf bis zu 24 Grad, in Baden-Württemberg auf 23 Grad und in Bayern immerhin noch auf 21 Grad steigen. Dort rummst auch der Sonnenanteil auf 50 bis 60 Prozent hoch, während im restlichen Deutschland bei wechselnder Bewölkung 30 bis 40 Prozent Sonne erwartet werden.
Klimatologe Dr. Karsten Brandt (53) schränkt auf BILD-Anfrage allerdings ein: „Im Süden zeigt sich die Sonne zeitweise. Gleichzeitig können sich vor allem an den Alpen und im Vorland einzelne, teils kräftige Gewitter bilden.“ Das Wetter ist also teilweise schön, aber unbeständig.
Der Sonntag soll verbreitet niederschlagsfrei bleiben. Die meisten Sonnenstunden soll es im Norden geben. Aber Vorsicht im Süden: „Ein Tief meldet sich zurück“, warnt Meteorologe Dominik Jung (48) im Gespräch mit BILD. „In der Südhälfte steigt das Starkregen-Risiko wieder deutlich an, gebietsweise sind markante Mengen von 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter binnen weniger Stunden möglich, lokal auch mehr“, so Jung.
Die Temperaturen sind weitgehend angenehm. „Die große Hitze ist erst einmal Geschichte“, sagt Dominik Jung. Kollege Brandt ergänzt: „In der kommenden Woche könnte es mit den Temperaturen lokal nochmals in den Hitzebereich gehen. Eine andauernde Hitzewelle ist aber nach jetzigem Stand eher unwahrscheinlich.“ DWD-Mann Thorsten Kalutza: „Wir nähern uns dem Ende des Sommers .“
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