Nach Werbung für Putin-Partei - NHL-Superstar darf nicht mehr in EU-Land einreisen
Ein Wahlkampfvideo zieht Konsequenzen für NHL -Superstar Alexander Owetschkin (41) nach sich. Der Kapitän der Washington Capitals darf auf unbestimmte Zeit nicht nach Lettland einreisen. Das entschied Lettlands Außenministerin Baiba Braže, wie das Außenministerium in Riga am Donnerstag mitteilte, ohne detaillierte Gründe zu nennen.
Owetschkin war vor wenigen Tagen in einem Wahlkampfvideo der russischen Regierungspartei „Einiges Russland“, die von Präsident Wladimir Putin (73) unterstützt wird, zu sehen. Darin tritt der Eishockeyspieler gemeinsam mit mehreren prominenten Unterstützern der Partei auf, unter anderem mit Außenminister Sergej Lawrow.
Owetschkin hat sich inzwischen selbst zu seinem Auftritt geäußert. Am Rande des NHL-Trainingslagers sagte er am Donnerstag: „Sie haben mich darum gebeten. Ich habe Ja gesagt. So einfach ist das.“
Auf die Frage nach seiner Haltung erklärte der Kapitän der Capitals: „Ich bin Russe und ich unterstütze mein Land.“ Gleichzeitig betonte er: „Ich bin für Frieden und Liebe und ich hoffe, dass alles in Ordnung sein wird. Meine Heimat ist Russland und D.C. (Washington, Anm. d. Red.) ist meine zweite Heimat.“
Nun darf Owetschkin, genauso wie der Boxfunktionär Umar Kremljow, nicht mehr nach Lettland einreisen. Der baltische EU-Staat grenzt direkt an Russland und Belarus.
Auch in Washington sorgt der Auftritt für Diskussionen. Der US-Abgeordnete Joe Wilson forderte die NHL auf, Owetschkins Beteiligung an dem Video zu überprüfen.
Chris Patrick, General Manager der Capitals, bezeichnete die Angelegenheit derweil als „schwierige Situation“. Er verstehe, „warum die Leute verärgert sind“, wolle sich aber nicht als Sportfunktionär zu geopolitischen Fragen äußern. Owetschkin habe den Klub vor der Teilnahme an dem Video nicht konsultiert.
Der NHL-Rekordtorschütze wurde zuvor bereits wiederholt wegen seiner Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin kritisiert. Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 hatte er allerdings öffentlich gesagt: „Bitte, keinen Krieg mehr.“
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