Nach Schicksalsschlag - Frau (54) bekommt Baby aus 22 Jahre altem Embryo
Athen (Griechenland) – Es ist eine Geburt wie eine kleine Zeitreise: In Athen brachte die Griechin Christina Rapti-Tzelepi mit 54 Jahren ein Mädchen zur Welt, das aus einem Embryo entstand, der bereits 2004 eingefroren worden war. Mehr als 22 Jahre lang lag die befruchtete Eizelle auf Eis – bis die Mutter ihre letzte Chance ergriff.
Als der Embryo eingefroren wurde, war George W. Bush (80) noch US-Präsident und Facebook kaum bekannt. Nun wurde daraus ein Baby geboren.
Doch hinter dem medizinischen Wunder steht eine tragische Familiengeschichte.
Sie begann im Jahr 2004. Damals ließ sich Christina Rapti-Tzelepi künstlich befruchten. Gleich der erste Versuch war erfolgreich: Sie bekam einen Sohn, bestätigte ihr Gynäkologe Konstantinos Pantos. Weitere Embryonen ließ sie für eine mögliche spätere Schwangerschaft einfrieren.
Im Oktober 2025 traf die Familie dann ein schwerer Schicksalsschlag: Ihr Sohn starb mit 21 Jahren bei einem Verkehrsunfall. In ihrer Verzweiflung entschloss sich die Mutter zu einem ungewöhnlichen Schritt und ließ sich einen der damals eingefrorenen Embryonen einpflanzen. Ein Wettlauf gegen die Zeit: Mit 54 Jahren hatte sie das gesetzliche Höchstalter erreicht, bis zu dem Frauen in Griechenland per künstlicher Befruchtung schwanger werden dürfen. Doch sie wollte die Geschichte ihrer Familie fortschreiben und einen Neuanfang wagen, sagte sie zu ihren Motiven.
Am 9. September 2026 brachte Christina Rapti-Tzelepi ihre Tochter zur Welt. Das Mädchen heißt Georgia und wog bei der Geburt 3,49 Kilo. „Trauer und Freude begleiteten uns. Aber heute Morgen war alles vergessen, als wir unsere Kleine im Arm hielten“, sagte sie einem griechischen Sender. Wenn das Kind seinen 18. Geburtstag feiert, ist die Mama schon über 70 Jahre alt.
Auch ihr Ehemann äußerte sich nach der Geburt. Er sprach sich für eine Abschaffung der Altersgrenze für künstliche Befruchtungen in Griechenland aus. Ältere Frauen könnten seiner Ansicht nach ihren Kindern viel Liebe und Stabilität geben.
Nach Einschätzung der behandelnden Ärzte in Athen ( Griechenland ) markiert der Fall einen Weltrekord: Nie zuvor soll ein so lange eingelagerter Embryo zu einer Lebendgeburt geführt haben, berichteten griechische Medien. Bisherige Fälle hätten bei 18 Jahren und drei Monaten in Japan sowie 17 Jahren in Israel gelegen. Die Klinik beruft sich dabei auf eine eigene Auswertung wissenschaftlicher Fachliteratur.
Dem widerspricht jedoch ein bereits veröffentlichter, wissenschaftlich aufgearbeiteter Fall aus den USA: Dort kam am 26. Juli 2025 der kleine Thaddeus Daniel Pierce zur Welt. Sein Embryo war bereits 1994 entstanden und 31 Jahre lang eingefroren gelagert worden. Das Fachmagazin „MIT Technology Review“ bezeichnete ihn deshalb als das „älteste Baby der Welt“.
Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.