Olympiasieger und Weltmeister einig - Darum muss Olympia nach Berlin kommen
Der Tag X rückt näher! Am 26. September entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden darüber, welche Stadt sich beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben darf. Im Rennen sind München, Köln und – Berlin. BILD fragte frühere und noch aktive Sportler aus der Hauptstadt, warum sie sich Olympia und Paralympics in ihrer Stadt wünschen.
Ex-Schwimmerin Britta Steffen (42), Doppel-Olympiasiegerin 2008 über 50 und 100 Meter Freistil sowie zweifache Weltmeisterin von 2009: „Für mich ist am wichtigsten: Die Sportstätten werden modernisiert. Der Sport wird stärker gefördert. Die Infrastruktur wird verbessert. Olympia kann Menschen verbinden und so den sozialen Zusammenhalt stärken. Und nicht zu vergessen: Berlin kann durch Olympia und Paralympics barrierefreier werden.“
Speerwerfer Julian Weber (32), Europameister 2022 und 2026, Olympia-Teilnehmer 2016, 2021 und 2024: „Ich glaube, das wäre einfach genial, Olympia in Berlin. So eine Weltstadt wie Berlin, so eine weltoffene und Multikulti-Stadt wäre perfekt dafür geeignet. Ich denke, die Rahmenbedingungen sind hier optimal und man kann hier nachhaltig gut etwas aufbauen, für den deutschen Sport insgesamt. Aber egal wo in Deutschland, wäre Olympia extrem wichtig. Das hat ja auch Ronny Raue, unser neuer Sportminister, gesagt. Da stehe ich auch voll dahinter.
Ex-Leichtathletin und -Turnerin Susen Tiedtke (57), Olympia-Teilnehmerin 1992 und 2000 und zweimalige Deutsche Meisterin im Weitsprung sowie DDR-Meisterin am Schwebebalken: „Berlin sollte die Olympischen und Paralympischen Spiele bekommen, weil Berlin zum Motor für den deutschen Nachwuchsleistungssport werden kann. Die Spiele könnten den Anstoß geben, Fördergelder gezielter einzusetzen, für Trainer, Vereine und gute Trainingsanlagen, damit junge Talente endlich die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, denn da liegt ein großes Problem in Berlin. Und ganz wichtig: Kinder brauchen auch Vorbilder. Wenn sie Weltklasse-Sportler direkt vor ihrer Haustür erleben, kann das Begeisterung wecken und vielleicht den Traum entstehen lassen: ‚Das möchte ich auch einmal schaffen.’“
Bahnradsportler Robert Förstemann (39), Olympia-Dritter 2012 und Weltmeister 2010 im Teamsprint sowie Paralympics-Dritter 2024 im 1000-Meter-Zeitfahren mit Thomas Ulbricht (41): „Olympia hat mein Leben geprägt. Spiele in Berlin sind eine riesige Chance: Sie stärken unsere Vereine, bringen Kinder und Jugendliche in den Breitensport, schaffen bessere Bedingungen für den Profisport und investieren nachhaltig in Sportstätten und Infrastruktur. Vor allem aber können Olympia und Paralympics Menschen zusammenbringen und unsere Gesellschaft stärken.“
Para-Schwimmerin Elena Semechin (32), Paralympicssiegerin 2020 und 2024 über 100 Meter Brust sowie dreimalige Weltmeisterin: „Berlin ist chaotisch, bunt und weltoffen. Berlin mit seiner Strahlkraft und Toleranz ist das Tor in die Welt. Daher ist meiner Meinung nach unsere Hauptstadt der perfekte Austragungsort für die olympischen und paralympischen Spiele.
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