Wirtschaft mahnt in Brief an Regierung Umsetzung von Reformen an
Gemeinsamer Brief an Regierung Wirtschaft mahnt Umsetzung von Reformen an Stand: 21.08.2026 • 06:45 Uhr
Große deutsche Konzerne wie Audi und Siemens sowie Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie fordern die Regierung auf, Reformen "schleunigst" umzusetzen. Sie bemängeln auch die hohe Beitragsbelastung in der Sozialversicherung.
Wirtschaftsverbände und Großkonzerne wie BMW und Siemens haben die Bundesregierung in einem gemeinsamen Schreiben zu schnellen Reformen aufgefordert. "Schleunigst und ohne irgendwelche Abstriche" müssten angekündigte oder im Koalitionsvertrag festgehaltene Reformvorhaben umgesetzt werden, heißt es in dem Schreiben von Verbänden und Unternehmen aus Bayern und Baden-Württemberg, aus dem die Mediengruppe Bayern zitiert .
Wegen hoher Energiekosten und sich wandelnder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen stünden Unternehmen in Deutschland unter erheblichem Druck, heißt es weiter. "Gerade in dieser Lage entscheidet die konkrete Ausgestaltung sozial- und wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen darüber, ob Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, Arbeitsplätze halten und Investitionen an unseren Standorten tätigen können."
Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft fordern in einem Appell dringende Reformen ein. mehr
Zu den Unterzeichnern gehören den Angaben zufolge unter anderem die Konzerne Audi, BMW, ZF, Mercedes-Benz, Porsche, Siemens und Eberspächer. Auch die Verbandsspitzen der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber sowie ihr baden-württembergisches Pendant Südwestmetall haben sich angeschlossen.
Empfänger des Schreibens sind neben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sowie die Fraktionsvorsitzenden der Regierungsparteien.
In dem Brief wird auch gefordert, die Beitragsbelastung in der Sozialversicherung nachhaltig zu reduzieren. Diese liege mit über 42 Prozent derzeit auf einem Höchststand. Es sei "inakzeptabel, dass die Beitragsbelastung für Teile der Wirtschaft und der Versicherten trotz stabiler Beitragssätze steigt, weil die Beitragsbemessungsgrenzen angehoben werden", kritisieren die Unterzeichner.
Dieses Thema im Programm: Das Erste | tagesschau | 21.08.2026 | 04:55 Uhr
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