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Kultur

Streit um Sanierung: Milliardenprojekt Oper: Oettinger soll Vorschläge machen

Stern ·
Streit um Sanierung: Milliardenprojekt Oper: Oettinger soll Vorschläge machen

Özdemir und Nopper wollen den früheren Ministerpräsidenten zum Leiter einer Expertenrunde machen, die Vorschläge zur Opernsanierung machen soll.

Denn die CDU will wissen, was das Projekt kostet.

In der Auseinandersetzung um die milliardenschwere Sanierung der Stuttgarter Oper soll eine Expertenkommission unter Leitung von Günther Oettinger (CDU) eine Lösung erarbeiten und die zerstrittenen grün-schwarzen Koalitionsparteien zusammenbringen.

Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) und Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) setzen auf den früheren baden-württembergischen Regierungschef, um die festgefahrene Debatte um das weltgrößte Dreispartenhaus wieder in Gang zu bringen.

Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Der 72-Jährige wird nach Angaben von Özdemir und Nopper eine Expertenrunde leiten, die Vorschläge zur Zukunft des weltgrößten Dreispartenhauses bündeln soll.

Oettinger sei „eine Idealbesetzung für die Aufgabe des Moderators“, sagte Nopper. „Es muss unser Ziel sein, mit dieser Expertenanhörung die wirtschaftlichste und sparsamste Lösung zu finden“, sagte er weiter - und das möglichst bis zum Ende dieses Jahres. Özdemir lobte, Oettinger sei „geradezu prädestiniert, die unterschiedlichen Interessen zusammenzubringen“ und die Finanzierungsfragen im Blick zu haben.

Es müsse glaubwürdig belegt werden, dass alle Möglichkeiten zum Einsparen genutzt wurden und „alles nochmal umgedreht wurde“.

Kluger Schachzug im grün-schwarzen Streit? Oettinger war von 2005 bis 2010 baden-württembergischer Ministerpräsident und anschließend fast zehn Jahre EU-Kommissar in Brüssel.

Der CDU -Politiker gilt als liberal und verfügt über gute Kontakte zu den Grünen.

Mit seiner Berufung könnten Özdemir und Nopper zugleich versuchen, die CDU-Landtagsfraktion wieder stärker in die Debatte einzubinden.

CDU bremst Interimslösung Allerdings treten die Christdemokraten bei dem Vorhaben derzeit auf die Bremse.

In einem Positionspapier, das die Fraktion bei einer Klausurtagung in Freiburg beschloss, lehnt sie die bislang geplante Interimsspielstätte als Ausweichbühne als nicht tragfähig ab.

Das Ausweichquartier für Oper und Ballett soll während der Sanierung des historischen Littmann-Baus etwa zehn Jahre genutzt werden und bis zu 289 Millionen Euro kosten.

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