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Sportversionen für E-Autos: Kia bringt drei neue Elektro-GTs an den Start

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Sportversionen für E-Autos: Kia bringt drei neue Elektro-GTs an den Start

Der Begriff GT steht bei Kia für sportliche Fahrleistung und Fahrspaß. Jetzt erweitern die Koreaner die GT-Familie um drei weitere Elektroautos. Mit ihnen bekommt man nicht einfach mehr Leistung, sondern Autos, die sich tatsächlich anders fahren.

Bei GT denkt der Autofan an Gran Turismo, an elegante Coupés mit fließenden Linien und reichlich Leistung. Kurz: an die schnelle, stilvolle Art des Reisens. Kia interpretiert die Sache etwas großzügiger. Seit mehr als einem Jahrzehnt legen die Koreaner sportliche GT-Versionen auf, vom kompakten Ceed bis zum siebensitzigen SUV-Koloss EV9.

Nun bekommen auch die Stromer EV3, EV4 und EV5 ihre GT-Versionen. Nicht zu verwechseln mit der GT-Line, die eher sportliches Bling-Bling mitbringt. Die echten GT haben mehr Power, ein geändertes Fahrwerk und sollen sich vor allem deutlich anders fahren.

Alle drei GT kommen serienmäßig mit zwei Elektromotoren und Allradantrieb. Im Prinzip ist es das gleiche Setup wie bei den bereits angebotenen 4x4-Versionen, nur mit 20 kW/27 PS mehr Leistung bei EV3 und EV4 und 30 kW/41 PS mehr beim EV5. Damit kommen EV3 und EV4 auf 215 kW/292 PS, der EV5 auf 225 kW/306 PS.

Mehr Aufwand treiben die Ingenieure beim Fahrwerk. Straffere Federn und stärkere Stabilisatoren reduzieren die Wankneigung, auch die Bremsen wurden neu abgestimmt. Elektronisch geregelte Dämpfer verändern ihre Kennlinie innerhalb von Millisekunden, eine Kamera liest die Straße voraus. Bei EV3 und EV4 wurde zudem die Lenkung direkter übersetzt.

Drei Fahrmodi verändern die Abstimmung deutlich: Normal ist am komfortabelsten, Sport straffer, GT nahezu maximal gedämpft. Zusätzlich lässt sich das Stabilitätsprogramm in drei Stufen einstellen, Torque Vectoring verteilt die Kraft gezielt zwischen den Rädern und sorgt für Kurvendynamik.

Das Ergebnis ist schon nach wenigen Kurven spürbar. Besonders die relativ hohen SUV EV3 und EV5 liegen erstaunlich satt auf der Straße, lenken präziser ein und wirken verbindlicher als die Standardversionen. Trotzdem bedeutet straffer nicht einfach härter, trotz serienmäßiger 20-Zoll-Räder. Auf schlechten Straßen arbeitet die geregelte Dämpfung geschmeidig und hält die Karosserie besser unter Kontrolle. Der flachere EV4 wirkt noch eine Spur fahraktiver.

Dabei braucht es für den Spaß nicht einmal die volle Leistung. Im Gegenteil. Auf der Testfahrt entlang der kurvigen norwegischen Atlantikküste ist meist bei Tempo 80 Schluss. Zwischen unübersichtlichen Kuppen, Fjorden, Felsen und spektakulären Brücken fühlen sich 300 PS überdimensioniert an. Die volle Motorleistung gibt es sowieso nur nach Druck auf die leuchtend grüne GT-Taste links unten am Lenkrad. Dann geht regelrecht ein Ruck durchs Auto, als würde es die Muskeln anspannen. Gasannahme, Lenkung und Dämpfung werden scharf gestellt, der Antrieb gibt 20 kW mehr frei und im Display fehlen schlagartig 30 bis 40 Kilometer Restreichweite.

Ein weiterer Druck führt zum individuell konfigurierbaren My-Drive-Modus. Im Alltag ist der fast interessanter, denn da könnte man beispielsweise eine straffe Lenkung mit komfortabler Dämpfung kombinieren.

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