Flughafen BER: Was steckt hinter der Drohnen-Sichtung am Flughafen BER?
Nach der Sichtung einer Drohne am Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) sind die Hintergründe offen. Sprecher der Polizei und der Bundespolizei machten am Morgen keine neuen Angaben zu dem Vorfall. Wachsende Gefahren durch unerlaubte Drohnenüberflüge lösten eine Debatte über den Schutz kritischer Infrastruktur in Deutschland aus.
Der Flugbetrieb am BER war am Mittwochabend vorübergehend eingestellt worden. Flugpassagiere mussten Verspätungen und Umleitungen hinnehmen.
Mitarbeiter des Flughafens hatten laut Bundespolizei eine Drohne gesehen. Daraufhin sperrte die Deutsche Flugsicherung (DFS) die Pisten. Kurz nach 21. 00 Uhr wurde der Flugbetrieb wieder freigegeben. Die Bundespolizei habe Ausschau gehalten, aber keine Drohne feststellen können, sagte eine Sprecherin der Sicherheitsbehörde.
Im August hatte es am Flughafen Leipzig/Halle einen Angriff mit einer Drohne gegeben, die mit Sprengstoff ausgerüstet war. Sie war zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Die Bundesregierung machte Russland für den Angriff verantwortlich. Moskau bestreitet das.
Der Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg musste in der Vergangenheit immer wieder wegen Drohnen-Sichtungen den Flugverkehr unterbrechen. An keinem anderen deutschen Flughafen sind im ersten Halbjahr so viele Drohnen gesichtet worden wie am BER.
28 solcher Flugobjekte registrierte der Tower in Schönefeld in den ersten sechs Monaten, wie die DFS auf Anfrage mitteilte. Das war eine Sichtung mehr als im selben Zeitraum am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main. In sieben Fällen musste der Flugverkehr am BER deswegen vorübergehend unterbrochen werden.
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