Nach 14 Jahren Pflichtspiel-Pause - Das seltenste Derby Fortunas
Der Aachener Tivoli und die Arena in Düsseldorf sind nur 70 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. In anderen Teilen Deutschlands würde das schon als heißes Derby durchgehen. Im Fußball-Westen mit seinen vielen eng beieinanderliegenden Klubs ist es ein Duell zweier Vereine, die sich bisher kaum über den Weg gelaufen sind, obwohl sie beide weit über 125 Jahre existieren.
Wenn die Alemannia jetzt Fortuna Düsseldorf zu einem Pflichtspiel begrüßt (Sa., 14 Uhr live MagentaSport), ist das nach 14 Jahren Pause erst das zwölfte Duell der weitläufigen Nachbarn. Bisher gab es zehn in der 2. Liga und eins im DFB-Pokal. Mit Gladbach (55), Köln (58), Leverkusen (37) oder den jüngst 2:1 besiegten Duisburgern (48) duellierte sich Fortuna viel öfter in Derbys.
Gut für Düsseldorf: Wie gegen den MSV, gegen den gerade drei Punkte geholt wurden, ist auch die Bilanz gegen Aachen positiv: 4 Siege, 5 Remis und nur 2 Niederlagen. Und die liegen beide über 37 Jahre zurück.
Und nach den jüngsten 10 Punkten aus den letzten 4 Spielen der 3. Liga kommt die Truppe von Trainer Alexander Ende (46) nach dem Holperstart mit 19 neuen Spielern ins Rollen. Düsseldorf (8./10. Punkte) kann mit einem Sieg über den Verfolger Aachen (9./8 Punkte) endgültig die Aufstiegsränge vor der fast dreiwöchigen Länderspielpause ins Visier nehmen.
Die Länderspielpause gilt für Fortuna freilich nur eingeschränkt - weil sie trotzdem in einem Pflichtspiel ran muss: im Niederrheinpokal, an dem man wegen des Abstieg nun mitwirken muss. Mit dem nächsten Gegner SW Altstaden (7. Liga) wurde das Heimrecht getauscht. Mittwoch steigt nun im Düsseldorfer Paul-Janes-Stadion am Flinger Broich die zweite Pokalrunde (19 Uhr), nachdem die Partie kurzfristig angesetzt wurde. Danach wollen Ende und seine Jungs erst mal ein paar Tage durchatmen – am liebsten mit zwei weiteren Siegen im Rücken...
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