Besuch von Papst Leo in Frankreich: Friedensbotschaft für Europa
Es ist der erste Staatsbesuch eines Papstes in Frankreich seit 18 Jahren: Papst Leo XIV. wird vom 25. bis 28.
September in Paris, Lourdes und Metz erwartet.
Der Umgang mit Missbrauch in der katholischen Kirche, das französische Sterbehilfe-Gesetz und eine politische Friedensbotschaft im Beisein europäischer Staats- und Regierungschefs prägen das Programm.
Zur Messe auf der Pariser Place de la Concorde werden 600.000 Menschen erwartet. „Damit die Welt das Leben habe“, lautet der Leitspruch der Reise - eine indirekte Kritik an dem im August in Frankreich verabschiedeten Gesetz, das unter Auflagen die Sterbehilfe legalisiert.
Nach französischen Medienberichten steht dies auch im Hintergrund der Absage an Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der sich vergeblich um ein Treffen mit dem Papst bemüht hatte, um ihm die Restaurierung der Pariser Kathedrale Notre-Dame zu präsentieren.
Der Elysée betonte, dass es aus organisatorischen Gründen nicht dazu komme.
Macron nimmt seinerseits nach Angaben des Elysées an keiner der Papstmessen teil.
In Paris lässt er sich von Premierminister Sébastien Lecornu und seiner Ehefrau Brigitte Macron vertreten.
Zum Auftakt will der Papst am Freitag mit Macron im Elysée zusammentreffen und den Pariser Sitz der UN-Kulturorganisation Unesco besuchen.
Anschließend begibt sich Leo XIV. im Papamobil zur Pariser Kathedrale, um dort mit Priestern, Diakonen und Ordensleuten die Vesper zu feiern.
Am Freitagabend ist eine Begegnung mit jungen Menschen zwischen 17 und 35 Jahren im Stade de France nördlich von Paris geplant.
Die 80.000 Plätze waren innerhalb einer Stunde ausgebucht gewesen.
Bei dem Gebetstreffen trifft neben anderen die Sängerin Monroe auftreten, die für Frankreich beim Eurovision Song Contest in diesem Jahr den elften Platz errungen hat.
Zudem soll dort eine Reliquie ausgestellt werden, die der Tradition nach ein Gewand von Jesus war.
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