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Kulturzentrum oder Spionagenest?: Digitalministerium wird direkter Nachbar vom Russischen Haus

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Kulturzentrum oder Spionagenest?: Digitalministerium wird direkter Nachbar vom Russischen Haus

Das Russische Haus in Berlin soll ein Kulturzentrum sein, Frankreich sieht in der Einrichtung eine Tarnung für russische Geheimdienste. Ausgerechnet nebenan zieht nun das deutsche Digitalministerium ein - mit Abteilungen, die für Moskau interessant sein dürften.

Eine Außenstelle des Bundesdigitalministeriums ist in ein Gebäude unmittelbar neben dem Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin eingezogen. Der Einzug sei ab dem 1. Juli erfolgt, sagte ein Sprecher des Ministeriums dem "Tagesspiegel". Erst kürzlich war bekannt geworden, dass das französische Innenministerium davon ausgeht, dass russische Geheimdienste das Russische Haus in Berlin als Tarnung nutzen.

An dem Standort in der Taubenstraße 42/43 sind nach "Tagesspiegel"-Recherchen zwei der sechs Abteilungen des Digitalministeriums untergebracht. Zu diesen Abteilungen gehört beispielsweise das Referat "Sicherheit und Resilienz öffentlicher Telekommunikationsnetze". Auch weitere Referate, deren Arbeit inhaltlich für ausländische Geheimdienste interessant sein dürften, sind in der Außenstelle angesiedelt.

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