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Kampf um die Unentschlossenen: Finale im Nordosten

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Kampf um die Unentschlossenen: Finale im Nordosten

Auf den letzten Metern kämpfen die Parteien in Mecklenburg-Vorpommern um die unentschlossenen Wähler, alle geben sich siegesgewiss. Die AfD beschwört das Ende des Kanzlers herauf.

Draußen demonstrieren rund 1.000 Menschen lautstark gegen die AfD , drinnen geben sich die Parteispitze und 850 Anhänger siegesgewiss. Die Rechtspopulisten haben zum Wahlkampfabschluss in das "Haus der Bildung und Kultur" in Neubrandenburg eingeladen.

Wie ein Pop-Star wird "Uli" gefeiert. Ulrich Siegmund steht in Mecklenburg-Vorpommern zwar gar nicht zur Wahl, soll aber letzten Schwung in den Wahlkampf bringen: "Wir holen unser Land gemeinsam zurück." Erstmals bestehe die Chance, so der AfD-Wahlgewinner von Sachsen-Anhalt, die CDU aus einem Landtag zu werfen.

Der Bundesvorsitzende Tino Chrupalla ergänzt, die CDU brauche niemand. Und die Co-Vorsitzende Alice Weidel setzt noch einen drauf: Friedrich Merz werde bereits in der kommenden Woche seine letzte Rede als Kanzler halten. "Am Sonntag werden wir Geschichte schreiben", sagt Weidel.

Der AfD-Kandidat für das Ministerpräsidentenamt in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, zeigt sich dankbar für die Unterstützung. "Das hat ja in Sachsen-Anhalt auch diesen Effekt gegeben, dass bisherige Nichtwähler dann tatsächlich noch zur Wahl gegangen sind, weil sie etwas ändern wollen."

In der Tat waren laut ZDF-Politbarometer wenige Tage vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern noch 21 Prozent der Wahlberechtigten unentschieden.

Gerade im Endspurt kämpfen alle Parteien darum, die Unentschiedenen für sich zu gewinnen. Besonders die von der AfD frontal angegriffene CDU ist auf diese Stimmen angewiesen. Denn mit aktuell 6 Prozent im Politbarometer scheint ein Wiedereinzug in den Landtag ungewiss.

Spitzenkandidat Daniel Peters verzichtete auf die Unterstützung durch Berliner CDU-Prominenz. Als Hauptverantwortlichen für den Frust über die Bundesregierung sieht er allerdings nicht den Kanzler, sondern "die Sozialdemokratie, die in besonderer Weise vieles, was auch schon vereinbart war, leider infrage stellt".

Die Sozialdemokraten wiederum haben sich den Leuchtturm von Warnemünde als Kulisse für ihren Wahlkampfabschluss ausgesucht. Spitzenkandidatin Manuela Schwesig , die seit neun Jahren als Ministerpräsidentin regiert, verzichtet ebenfalls auf Berliner Wahlkampfhelfer. Sie hat sich dafür gleich vier befreundete SPD-Regierungschefs auf die Bühne geholt: Anke Rehlinger, Dietmar Woidke, Peter Tschentscher und Olaf Lies.

Im Politbarometer liegt sie mit ihrer SPD mit 37 Prozent knapp vor der AfD (36 Prozent). Ergebnis einer bemerkenswerten Aufholjagd, die sie in den letzten Monaten absolviert hat. Doch Schwesig weiß:

Das "offene Rennen" ist für Schwesig vor allem der Zweikampf mit den Rechtspopulisten. Mit ihrer "Die Frau gegen Blau"-Kampagne hat sie das in den letzten beiden Wochen noch einmal demonstriert. Die AfD habe immer noch eine realistische Chance, "an die Macht zu kommen", sagt sie - "im Zweifel mit ihren Freunden vom BSW, und auch in der CDU diskutiert der ein oder andere".

Optimistisch gibt sich die Linke , der Koalitionspartner in den letzten fünf Jahren.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zdf.de — der Inhalt gehört ZDFheute.

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