Nach Elversberg-Einspruch - Kompany reagiert auf Sperren-Wende bei Wagner
München – Jetzt äußert sich auch Bayern -Trainer Vincent Kompany (40) zur Sperren-Wende um Vincent Wagner (40)! Der Elversberg -Coach hatte beim letzten Bundesliga -Sieg des Überraschungs-Viertplatzierten in Gladbach (4:3) zur Halbzeit die Gelb-Rote Karte gesehen und war ausgerechnet für das bislang größte Spiel seiner Karriere gesperrt worden. Nach zwei Einsprüchen des Aufsteigers wurde die Sperre für das Heimspiel gegen den deutschen Rekordmeister (Sonntag, 17.30 Uhr/DAZN) jedoch am Freitag im zweiten Verfahren vom DFB-Sportgericht aufgehoben. Das freut sogar den gegnerischen Trainer!
Kompany sagte auf BILD-Nachfrage am Samstagvormittag auf der Pressekonferenz an der Säbener Straße: „Ich will nicht in diese politische Diskussion gehen. Ich bin einfach froh, dass mein Kollege in diesem Spiel dabei ist. Das ist das Allerwichtigste für uns Trainer, dass wir am Wochenende die Mannschaft unterstützen können. Da bin ich einfach froh, dass das erledigt ist.“
Der Double-Coach des FC Bayern spricht bei bitteren Sperren aus leidlicher Erfahrung! Denn: Kompany war vor vier Monaten selbst in seinem ersten Halbfinal-Hinspiel der Champions League wegen seiner dritten Gelben gesperrt gewesen. Er musste am 6. Mai das unglaubliche 4:5 bei Paris Saint-Germain von der Pressetribüne aus verfolgen, konnte nicht an der Seitenlinie coachen. Vor allem wegen dieser Erfahrung hat der Belgier bei der Thematik viel Mitgefühl.
Der Aufstiegstrainer hatte beim 4:3 in Gladbach in der Halbzeitpause von Schiedsrichter Martin Petersen (41) den Platzverweis gesehen. Dem zwischenzeitlichen 1:2, das Wagner so in Rage brachte, ging dabei eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns voraus, das einen Einwurf ganz offenkundig falsch bewertete.
Gladbachs Tim Kleindienst (31) warf schnell ein und leitete so das 2:1 für Gladbach gegen die verdutzten Elversberger ein. Weil Wagner anschließend etwa einen Meter im Feld stand, sah er Gelb. In der Pause folgte dann Gelb-Rot, als Wagner ruhig Richtung Gespann lief. Petersen war das zu viel. Normalerweise zieht eine Gelb-Rote Karte auch bei Trainern automatisch eine Sperre für ein Spiel nach sich. Dieses Mal jedoch nicht.
In der mündlichen Verhandlung des DFB-Sportgerichts am Freitag unter dem Vorsitz von Richter Stephan Oberholz sagte Schiri Petersen: „Im Nachgang empfand ich meine Reaktion als unangemessen. Ich würde die Entscheidung nicht noch einmal so treffen. Ich war vielleicht zu sensibel und habe die Situation falsch interpretiert.“
Oberholz entschied deswegen: „Der gegen Vincent Wagner ausgesprochene Feldverweis wird aufgehoben. Eine automatische Sperre entfällt.“ Dieses Urteil sei „die absolute Ausnahme“ und nur deshalb möglich, weil der Schiedsrichter einen Irrtum eingeräumt habe. Wagner war nach der Sperren-Wende erleichtert: „Ich bin froh, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wurde.“
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