Schiffsunglück: Nach Fährunglück vor Zypern: Tauchgang zum Wrack gestartet
In 500 Metern Tiefe liegt das Wrack der gesunkenen Fähre auf dem Meeresgrund.
Ein Tauchgang mit Spezialgerät soll auch Aufschluss über die Unfallursache geben.
Noch immer werden Menschen vermisst.
Vor der Mittelmeerinsel Zypern hat der Taucheinsatz eines Spezialschiffes begonnen, mit dessen Robotertechnik das in 500 Meter Tiefe liegende Wrack der am Sonntag gesunkenen Fähre erreicht werden soll.
Wie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, sollen neben dem Wrack auch die noch vermissten 20 Personen lokalisiert werden.
Die Behörden erklärten, sie rechneten noch im Laufe des Tages mit ersten Informationen des türkischen Schiffes „TCG Isin“, die dann an den Krisenstab weitergeleitet würden.
Der Kommandant des Schiffes, Marine-Major Ulas Cesur, sagte Journalisten an Bord, dass nach der Lokalisierung des Wracks in rund 500 Metern mit den Bergungsarbeiten begonnen werde.
Mit einem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug sollen demnach detaillierte Such- und Untersuchungsmaßnahmen rund um das Wrack und auf dessen Oberfläche unternommen werden.
Die Express-Fähre „Filo Jet“ war am Sonntag kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia (türkisch: Girne) im Norden Zyperns auf dem Weg ins südtürkische Mersin gekentert.
Aus noch ungeklärten Gründen drang Wasser ein, der Katamaran lief voll, kippte zur Seite - und sank schließlich wenige Kilometer vor der Küste.
Bei dem Unglück kamen offiziellen Angaben zufolge acht Menschen ums Leben, 239 Menschen konnten gerettet werden.
Einsatz von ferngesteuertem Unterwasserfahrzeug Das türkischen Rettungs- und Bergungsschiff TCG IŞIN (A-583) verfügt der nordzyprischen Tageszeitung „Zypernpost“ zufolge über besondere Technologie, mit der Aufklärungseinsätze in tiefen Gewässern durchgeführt werden können.
Es ist demnach etwa mit einem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug und einen Panzertauchanzug (ADS) ausgestattet.
Leichen in die Türkei überstellt Drei der Gestorbenen wurden zum Begräbnis in die türkischen Städte Gaziantep und Mersin überstellt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete.
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