Sie lernte ihn bei TikTok kennen - Maschsee-Mörder soll Ex-Freundin gequält haben
Düsseldorf – Der Maschsee-Mörder Alexander K. steht erneut vor Gericht. Unter Tränen schilderte seine Ex-Freundin am Donnerstag, welche Qualen der 38‑Jährige ihr zugefügt haben soll. Zweimal soll er die Frau misshandelt haben. Das erste Mal verzieh sie ihm. Aus Liebe, wie sie vor Gericht sagte. Es ist das zweite Mal vor Gericht für Alexander K. Vor 13 Jahren wurde er als „Maschsee-Mörder“ verurteilt – er hatte eine Prostituierte (†44) mit einer Machete getötet, die Leiche zersägt und die Körperteile im Maschsee versenkt.
K. und seine Ex-Freundin lernten sich nach seiner Haftentlassung über TikTok kennen. Bald zog er zu ihr. „Anfangs war es recht harmonisch“, berichtete die Frau im Prozess . Doch K. begann zu trinken. Drei bis vier Flaschen Wodka am Tag. Dazu schluckte er Tabletten.
Als sie ihm nachts Vorwürfe machte, rastete er aus. Er soll sich auf sie gesetzt und sie gewürgt haben. „Ich hätte dich lieber umbringen sollen“, hat er gesagt. Die Frau erinnert sich: „Ich hatte Angst. Er hatte einen Gesichtsausdruck, den ich noch nie gesehen hatte.“ Sie flüchtete ins Wohnzimmer, schickte seiner Mutter ein Video. Die riet ihr, die Polizei zu rufen. Doch die Frau tat es nicht. „Ich habe ihn geliebt und habe ihm verziehen.“
Nach Weihnachten, am 27. oder 28. Dezember 2025, eskalierte die Situation erneut. K. beobachtete sie, wie sie am Handy mit ihrem Ex-Freund kommunizierte. Plötzlich stand er hinter ihr. „Dich vermisst sowieso keiner“, hat er gesagt. Er schnitt das Telefonkabel durch und schloss die Wohnungstür ab. Dann versuchte er, mit ihrem Fingerabdruck ihr Handy zu entsperren. Sie zog ihren Daumen immer wieder weg. Da griff K. zur Säge und versuchte, ihren Daumen abzusägen .
Die Frau flüchtete ins Bad, doch er drückte die Tür auf. Dort soll er sie mit einem Bademantelgürtel an die Duscharmatur gefesselt haben. Dann ließ er lange kaltes Wasser über sie fließen. „Du weißt ja, wer ich bin“, habe er ihr gesagt. Erst als sie versprach, ihr Handy zu entsperren, löste er die Fesseln.
Am 10. Januar erstattete die Frau Anzeige. Alexander K. hatte beim Prozessbeginn am Dienstag seine Unschuld beteuert. Kein Wort der Aussage seiner Ex-Freundin sei wahr. Er ist wegen gefährlicher Körperverletzung und Geiselnahme angeklagt.
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