Deftige Preise auf der Wiesn in München - So teuer wird der Besuch auf dem Oktoberfest
München (Bayern) – Wer auf der Münchner Wiesn in diesem Jahr nicht verhungern will, der sollte schon ordentlich Geld dabei haben. Denn nicht nur die Speisen auf dem Oktoberfest sind deftig, sondern auch die Preise. Vor allem in den Festzelten kann’s richtig teuer werden – selbst für einen kleinen Nachtisch: So kann der beliebte Kaiserschmarrn bis zu 27,50 Euro kosten.
Einen Vorgeschmack auf die Kosten können sich Wiesn-Fans schon jetzt machen: Mehrere Wirte haben ihre Speisekarten bereits online gestellt. Das Fazit eines schnellen Blicks: Nicht nur die Preise für eine Maß Bier werden den Geldbeutel der Besucher des Oktoberfestes in München strapazieren.
Selbst was eigentlich als süßer Nachschlag gedacht ist, kostet richtig: Im Ammer-Festzelt kostet der Kaiserschmarrn je nach Variante 15 oder 21,50 Euro. Im Pschorr Bräurosl zahlen Gäste satte 27,50 Euro. Kleines Trostpflaster: Es wird zumindest eine „große Portion“ versprochen. Im Löwenbräu-Zelt ist er beispielsweise für 19,80 Euro, im Hacker-Festzelt für 18,50 Euro zu haben. Wer sich den Kaiserschmarrn teilen will, der kann ihn im Festzelt Tradition für 30,50 Euro bestellen. Reichen soll die Portion „für zwei bis drei Personen“.
Nicht gerade günstig sind auch die Preise fürs Deftige: Während im Ochsenbraterei-Festzelt ein halbes Hähnchen für 16,90 Euro inklusive Bedienungsgeld angeboten wird, kostet das Hendl im Wiesn-Traditionszelt Ammer stolze 29,90 Euro – allerdings in der Bio-Version samt Kartoffel-Gurken-Salat. Im Marstall-Festzelt sind 24,50 Euro fällig.
Billiger ist es beispielsweise im Festzelt Tradition. Dort kostet das mit Petersilie gefüllte Wiesnhendl vom Spieß „nur“ 16,40 Euro. Wer es exklusiver mag, der kann eine halbe gebratene Ente mit zwei Kartoffelknödeln und Apfelblaukraut für 36,50 Euro bei bayerischer Blasmusik genießen. Für die Schweinshaxe mit Natursoße und Knödeln müssen 25,90 Euro locker gemacht werden.
Im Festzelt Vroni-Fischer auf der Theresienwiese sind für das halbe Bio-Hähnchen in diesem Jahr 23,50 Euro fällig. Versprochen werden dafür zwischen 750 und 800 Gramm Fleisch auf dem Teller. Weitere Hendl-Preisbeispiele: Fürs Augustiner-Festzelt kostet der Online-Gutschein fürs halbe Hähnchen 17,20 Euro, im Pschorr Bräurosl wird es für 17,50 Euro angeboten – jeweils ohne Beilage!
Das Online-Portal „München sehen“ rechnet vor: Für den klassischen Wiesnbesuch mit zwei Maß Bier und einem halben Hendl sollten grob Kosten zwischen 47 und 55 Euro pro Person eingeplant werden. Trinkgeld und Fahrgeschäfte noch nicht eingerechnet. Die Preise werden übrigens von den Wirten selbst festgelegt. Die Stadt München als Veranstalter des Oktoberfestes prüft nur, ob sie angemessen sind.
Kleiner Trost für alle Wiesn-Besucher, die auf Alkohol verzichten können: Auf dem Volksfest gibt es zehn Brunnen, an denen man gratis Trinkwasser zapfen und seinen Durst stillen kann. Die saftigen Oktoberfest-Preise wird der Besucher damit aber nicht wegspülen können.
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