Drohnen-Vorwürfe: Putin: Deutsche Sanktionen gegen Russland ein „schwerer Fehler“
Kremlchef Putin reagiert auf die deutschen Strafmaßnahmen gegen Russland.
Bundeskanzler Merz greift er persönlich an.
Auch der russische Botschafter keilt verbal zurück.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat deutsche Strafmaßnahmen gegen Russland nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle als «schweren Fehler» bezeichnet. „Wo sind die Beweise?“, fragte der Kremlchef auf einer Pressekonferenz in Bischkek (Kirgistan).
Bisher vorgelegte Belege bezeichnete er als „gefälscht“.
Die Reaktion der Bundesregierung um Bundeskanzler Friedrich Merz sei vor allem innenpolitisch motiviert. „Merz hat das Vertrauen der Bürger verloren, da er die nationalen Interessen Deutschlands nicht schützt“, sagte Putin nach dem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO).
Die Zukunft der derzeitigen politischen Spitze Deutschlands stehe bei den kommenden Wahlen aufgrund der wirtschaftlichen Probleme auf dem Spiel.
Zuvor hatten Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) Russland verantwortlich gemacht für den Drohnenvorfall und Strafmaßnahmen angekündigt.
Wadephul sagte, dass etwa das russische Konsulat in Bonn geschlossen werden soll.
Zudem werde der Vertrag für das Russische Haus in Berlin gekündigt.
Russlands Botschafter einbestellt Russlands Botschafter Sergej Netschajew wies die Anschuldigungen Deutschlands nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig als „absurd“ zurück.
Berlin habe seine Vorwürfe nicht belegt, sie widersprächen auch dem gesunden Menschenverstand, sagte Netschajew einer Mitteilung der Botschaft zufolge.
Er war zuvor ins Auswärtige Amt einbestellt worden.
Netschajew sagte, dass alle Mitarbeiter des Generalkonsulats in Bonn und des Russischen Hauses sowie ihre Familienangehörigen aufgefordert worden seien, das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland in kürzester Zeit zu verlassen. „Die deutsche Seite bezeichnete diese Schritte als eine ‚abgewogene und verhältnismäßige‘ Reaktion und äußerte die Erwartung, dass die russische Seite von Gegenmaßnahmen absehen werde“, sagte Netschajew.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.