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„Du kannst es nicht kontrollieren“ - Deutscher Skisprung-Held wendet sich an Musiala

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„Du kannst es nicht kontrollieren“ - Deutscher Skisprung-Held wendet sich an Musiala

Die Sport-Welt sorgt sich nach den beiden Zusammenbrüchen in den jüngsten Testspielen des FC Bayern um die Gesundheit von Jamal Musiala (23). Ein Olympia-Held macht dem deutschen Nationalspieler nun Mut: Severin Freund (38). Der Ex-Skispringer ist selbst von einer Form der Epilepsie betroffen, feierte dennoch große sportliche Erfolge, wurde 2014 in Sotschi mit der deutschen Mannschaft Olympiasieger.

Im Gespräch mit „ ZDFheute “ betont Freund, dass „keine Epilepsie wie die andere“ sei. Der 38-Jährige leide unter einer „schlafgebundenen, fokalen Epilepsie, die große Anfälle mit Ganzkörperkrämpfen macht“. Musiala hatte über seine Aussetzer erklärt, es handele sich um „temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind“.

Freund hat Mitgefühl mit Musiala, sagt: „Es ist eine echt bescheidene Situation, wenn man dort reingeworfen wird, wenn man in einem Moment, in dem man es nicht bräuchte und nicht haben möchte, in die Öffentlichkeit gerückt wird.“

Der frühere Skispringer begrüßt, mit welcher Offenheit sowohl Musiala als auch der FC Bayern mit der Situation umgehen: „Man versucht offenbar, für ihn das Bestmögliche zu finden – als Sportler und als Mensch, mit Medizinern, Verein und seinem ganzen Team. Ich glaube, dass auch im Fußball grundsätzlich sehr viel möglich ist. Und selbst wenn eine Medikation gerade nicht optimal funktioniert, gibt es viele Möglichkeiten, Dinge auszuprobieren.“

Als Profi-Sportler sei man in der medikamentösen Behandlung „eingeschränkt, weil du dir Nebenwirkungen nicht erlauben kannst“, sagt Freund. Aber es gebe genügend Möglichkeiten, die man ausschöpfen könne, „und daher glaube ich, kann das schon alles gut ausgehen, und er kann wieder absolute Weltklasse-Leistungen bringen.“

Freund ist überzeugt davon, dass Musiala bald wieder regelmäßig auf dem Platz stehen wird: „Irgendwann kommt der Moment, wo man merkt: Es gehört einfach zu mir. Dann ist es genauso dabei wie andere Dinge auch - und auch im Wettkampf. Ich musste mir zum Glück nie Gedanken machen, dass es dort passieren könnte. Aber natürlich hoffst du trotzdem: Jetzt wäre es echt doof, wenn etwas wäre, weil nächste Woche wieder etwas Wichtiges ansteht. Du kannst es aber nicht kontrollieren.“

Wie geht es für Musiala jetzt weiter? Bayern -Sportdirektor Max Eberl (52) hatte am Freitag verraten, dass die Absencen bei Musiala innerhalb des Klubs bereits seit der kompletten vergangenen Saison bekannt sind. Eberl (52): „Er hat etwas verändert in der Medikation. Deswegen waren die Krampfanfälle jetzt auch augenscheinlicher in der Kürze der Zeit, ohne dass jemals eine Gefahr für ihn und Körper und Leib bestand. Jetzt gilt es eben, das wieder anzupassen, damit er wieder dahin kommt, wo wir schon waren – wo er eben sehr, sehr lange anfallsfrei gewesen ist.“ Musiala wird beim Spiel um den Franz-Beckenbauer-Supercup am Samstag (20.30 Uhr) beim BVB nicht im Kader der Münchner sein.

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