Angreifer von Fort Hood: Trump sagt Liveübertragung der Hinrichtung ab
Nach einer Welle der Empörung hat US-Präsident Donald Trump die Liveübertragung einer Hinrichtung abgesagt.
Trump erklärte am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social, der zum Tode verurteilte Amokläufer Nidal Hasan werde „wie vorgesehen durch ein Erschießungskommando sterben“, die Hinrichtung werde aber „nicht übertragen“.
In den USA wie international hatte es scharfe Kritik gegeben, nachdem Verteidigungsminister Pete Hegseth den Livestream angekündigt hatte.
Trump machte deutlich, er selbst hätte die Übertragung der Hinrichtung gut gefunden.
Dies „hätte eine starke abschreckende Wirkung haben können, damit die Welt sieht, wie Amerika mit Terroristen und Abschaum wie Hasan umgeht“, betonte der Präsident, der ein Befürworter der Todesstrafe ist.
Allerdings hätten viele „gutmeinende Menschen“ dies nicht sehen wollen, fügte er hinzu.
Selbst in den Reihen von Trumps Republikanern gab es massiven Widerstand gegen den Plan.
Unter anderem Vizepräsident JD Vance erklärte, er werde sich die Hinrichtung nicht anschauen, sollte sie live übertragen werden.
Auch die katholische Kirche, Menschenrechtsgruppen und die Vereinten Nationen protestierten dagegen.
Einer aktuellen Umfrage zufolge lehnten 80 Prozent der US-Bürgerinnen und Bürger eine Liveübertragung ab.
Der frühere Armeepsychiater Hasan hatte 2009 auf dem texanischen Militärstützpunkt Fort Hood insgesamt 13 Soldaten und Zivilisten erschossen.
Er wurde deshalb 2013 von einem Militärgericht zum Tode verurteilt.
Auch weil Hasan im Rollstuhl sitzt, gab es Befürchtungen, der muslimische US-Bürger palästinensischer Herkunft könne von Islamisten zum „Märtyrer“ stilisiert werden.
Solche Vorbehalte äußerte etwa der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson.
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