Ukraine: Russland greift wichtigen Grenzübergang nach Polen an
Yahodyn-Dorohusk ist einer der wichtigsten Grenzübergänge für die Ukraine . Hier passieren jeden Tag unzählige Lastwagen die Außengrenze der EU: Viele Waren werden so in die Ukraine transportiert, und viele Exporte des Landes nach Westen gebracht.
Nun hat ein russischer Drohnenangriff den Grenzübergang an der ukrainisch-polnischen Grenze getroffen, wie der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha am Sonntag mitteilte. Aufnahmen in den sozialen Netzwerken zeigten brennende Lastwagen. Laut ukrainischen Medien wurde eine Tankstelle getroffen. Angaben über mögliche Opfer lagen bislang nicht vor. Das polnische Militär bestätigte den Angriff auf X.
Die Attacke ist die Fortsetzung einer neuen russischen Angriffs-Strategie. Seit dem Sommer greift Moskau immer wieder gezielt ukrainische Grenzübergänge Richtung Westen an. Diese liegen zwar weit entfernt von der eigentlichen Front, gelten aber für das wirtschaftliche Überleben der Ukraine als wichtig. Innerhalb der vergangenen Wochen wurden so mehrere Übergänge zu den Nachbarländern Moldau und Rumänien angegriffen.
Damit sollen Kyjiw überlebenswichtige Logistikrouten in den Westen gestört werden. Vorsätzliche Angriffe auf zivile Infrastruktur gilt völkerrechtlich als Kriegsverbrechen. Russland setzt solche Angriffe bereits seit Langem gezielt ein, zunächst gegen ukrainische Kraftwerke, inzwischen auch gegen ukrainische Warenlager. Auf der anderen Seite hat die Ukraine in diesem Jahr ihrerseits begonnen, Warenlager des russischen Onlinehändlers »Wildberries« gezielt zu zerstören.
Russia’s barbaric strikes at the Ukraine-Poland border in Yahodyn are not just a continuation of its attacks on our state borders. This is Putin’s terror “knocking” directly on the doors of the EU and NATO. Russian barbarians are at your gate, dear partners. Act now: throw the…
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Von der russischen Attacke war nach SPIEGEL-Informationen auch einer der engsten Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz betroffen. Günter Sautter, außen- und sicherheitspolitischer Berater im Kanzleramt, war in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit einem Nachtzug von Kyjiw in Richtung Polen unterwegs. Gegen fünf Uhr morgens stoppte der privat gecharterte Zug unweit der polnischen Grenze, wegen der Drohneneinschläge in der Grenzregion wurden Teile des Zugs evakuiert.
Sautter hatte in der ukrainischen Hauptstadt gemeinsam mit den Sicherheitsberatern aus Großbritannien , Frankreich und Italien und der Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj über mögliche Friedensverhandlungen mit Russland beraten und am Samstag auch die internationale Sicherheitskonferenz »YES«, die im Bunker eines Luxus-Hotels stattfand, besucht.
8 Min Zur Merkliste hinzufügen Neben Sautter waren noch Sicherheitsberater anderer europäischer Regierungen, Bundestagsabgeordnete, Diplomaten und Wissenschaftler an Bord des Zugs. Auch der frühere britische Premierminister Boris Johnson reiste nach der Konferenz mit dem Sonderzug zurück nach Polen.
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