Terror-Vorwürfe: Mutmaßliche IS-Rückkehrerin vor Gericht: 35-Jährige gesteht
Eine junge Frau aus Berlin folgt ihrem Partner zur Terrororganisation „Islamischer Staat“ nach Syrien.
Nach langer Flucht kehrt sie zwölf Jahre später zurück.
Im Prozess sagt sie detailliert aus.
Fünf Monate nach ihrer Festnahme bei der Rückkehr nach Deutschland steht eine mutmaßliche IS-Anhängerin vor dem Kammergericht Berlin.
Die 35-Jährige soll aus einer radikal-islamistischen Gesinnung heraus vor rund zwölf Jahren Berlin verlassen und über Istanbul nach Syrien geflogen sein, um sich dort - wie bereits zuvor ihr Ehemann - dem Islamischen Staat (IS) anzuschließen.
Die Anklage lautet auf mitgliedschaftliche Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung im Ausland.
Zu Prozessbeginn zeigte sich die Frau geständig. „Ich denke, ich war radikal“, so die Angeklagte.
Damals habe sie ihre Ausreise als eine Pflicht betrachtet.
Sie bedauere ihr Verhalten.
Die deutsche Staatsangehörige wurde am 23.
April am Flughafen Berlin -Brandenburg von Bundespolizisten festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Die Rückkehr war in Absprache mit deutschen Behörden koordiniert worden, nachdem sich die Frau dazu entschlossen hatte.
Ehemann soll IS-Kämpfer gewesen sein Die inzwischen 35-Jährige habe seit etwa Herbst 2014 eine „äußerst radikal-islamistische Auslegung des Korans vertreten“, heißt es in der Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Berlin. „Sie identifizierte sich fortan mit der Ideologie und den Zielen des IS.“ Im Dezember 2014 sei sie über Istanbul in das Herrschaftsgebiet des IS in Syrien gereist.
Ihr damaliger Ehemann, mit dem sie nach islamischem Ritus verheiratetet war, soll sich nach den Ermittlungen kurz zuvor in Syrien dem IS angeschlossen und für diesen gekämpft haben.
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