2. Fußball-Bundesliga: Ein fast vergessenes Gefühl: Keine Pfiffe gegen Reese
Wolfsburgs Fabian Reese wurde wegen seines Wechsels von Hertha BSC zum VfL von gegnerischen Fans immer wieder ausgepfiffen.
Im Spiel beim FC St.
Pauli ist es anders.
Das begeistert seinen Trainer.
Das Zweitliga-Gastspiel des VfL Wolfsburg beim FC St.
Pauli war für Fabian Reese in dieser Fußball-Saison ein neues Erlebnis.
Der VfL-Stürmer wurde bei der 0:1-Niederlage seiner Mannschaft am Hamburger Millerntor nicht ausgepfiffen. „Ich habe es nicht erwartet, dass Fabi hier ausgepfiffen wird, und ich glaube, dass wir jetzt den Jungen auch einfach mal in Ruhe lassen sollten“, sagte VfL-Kapitän Hauke Wahl.
Der Abwehrchef kennt die Zuschauer und die Stimmung im Millerntor-Stadion aus seinen drei Jahren für den FC St.
Pauli bestens.
Reese selbst sagte in Hamburg nichts.
In der bisherigen Saison war er immer wieder von gegnerischen Fans wegen seines Wechsels im Sommer vom Ligakonkurrenten Hertha BSC nach Wolfsburg ausgepfiffen worden.
Den Abgang und das Ziel hatten ihm viele übelgenommen.
Dass der Berliner Club aus finanziellen Gründen den Transfer des 28-Jährigen begrüßte, wurde dabei gern vergessen.
Wahl : „Thema zumachen“ „Ich glaube, es wurde noch nie über einen Wechsel von einem Spieler so sehr diskutiert wie der von Fabi Reese“, sagte Wahl. „Und da sollten wir einfach alle mal irgendwie mal das Thema jetzt zumachen.“ Zuletzt hatte nach dem 4:4 eine Woche zuvor gegen Energie Cottbus Gäste-Trainer Claus-Dieter Wollitz Partei für Reese ergriffen und den eigenen Anhang kritisiert. „Das gehört sich nicht“, hatte er gesagt.
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