IW hebt Prognose deutlich an: Deutsche Wirtschaft wächst kräftiger als erwartet
Ein überraschend starkes erstes Halbjahr und der schuldenfinanzierte Infrastrukturtopf beflügeln die deutsche Konjunktur. Die IW-Ökonomen verdreifachen ihre Wachstumsprognose auf 1,2 Prozent. Bald schon dürfte die Dynamik aber wieder spürbar nachlassen.
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) verdreifacht seine Wachstumsprognose für dieses Jahr. Statt 0,4 Prozent wird nun mit einem Plus von 1,2 Prozent gerechnet, wie es in der Herbstprognose der Kölner heißt. Hauptgrund dafür sei ein überraschend gutes erstes Halbjahr. Auch stehe der schuldenfinanzierte Sondertopf zur Modernisierung der Infrastruktur erstmals für das ganze Jahr zur Verfügung.
"Im zweiten Halbjahr 2026 lässt die Dynamik wieder nach", heißt es. Sondereffekte beim Export liefen aus und der private Konsum leide unter den hohen Energiepreisen. Die Krise am Bau werde anhalten. Treiber seien vor allem staatliche Investitionen. Aus Sorge vor Lieferengpässen infolge des Iran-Krieges hatten Unternehmen in den ersten sechs Monaten ihre Lager gefüllt und etwa viele Chemie- und Elektroprodukte aus Deutschland bestellt.
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