Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Medwedew droht Deutschland mit Angriffen auf Rüstungsinsdustrie
Die Bundesregierung macht Russland für die Sprengstoff-Drohne in Leipzig verantwortlich.
Moskau weist die Anschuldigung zurück und droht Berlin.
Der Vizechef des russischen nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew , droht Deutschland wegen der Sanktionen nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig mit Bestrafung. „Sie verdienen einen direkten Schlag gegen alle deutschen Produktionsstätten für Militärtechnik“, schrieb der für seine scharfen Äußerungen bekannte Kremlpolitiker bei Telegram.
Gemeint seien Rüstungsbetriebe, die für die Ukraine arbeiten – und „durchaus auch einige andere Orte in Berlin“.
Medwedew warf den deutschen Behörden vor, den Angriff auf dem Flughafen erfunden zu haben.
Beweise gebe es nicht, betonte der russische Ex-Präsident.
Medwedew beschimpfte die „derzeitige deutsche Führung“ als „neonazistisch“ und „extrem russophob“.
Russland sieht den Fall um die nicht detonierte Drohne als eine „Provokation“, die den Interessen der Ukraine diene.
Drohnen-Vorfall in Leipzig belastet Beziehung zu Moskau Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatten am Vortag Russland für den Drohnenvorfall verantwortlich gemacht und Strafmaßnahmen angekündigt.
Wadephul sagte, dass etwa das russische Konsulat in Bonn geschlossen werden soll.
Zudem werde der Vertrag für das Russische Haus in Berlin gekündigt.
Daraufhin hat Moskau Gegensanktionen angekündigt, deren Ausmaß bisher nicht bekannt ist.
Als denkbar gilt eine Schließung des Goethe-Instituts und des Generalkonsulats in St.
Petersburg.
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