Abstimmung am Sonntag: Endspurt im Berliner Wahlkampf - enges Rennen erwartet
Wer regiert künftig in der Hauptstadt? Nach den jüngsten Umfragen ist ein enges Rennen zu erwarten.
Wenige Stunden vor der Wahl werben die Kandidaten nochmals um Stimmen.
Endspurt mit prominenter Unterstützung: Zwei Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus haben viele Parteien ihren wochenlangen Wahlkampf offiziell beendet.
Die Linke wählte für ihre Kundgebung das Rote Rathaus, in das mit Spitzenkandidatin Elif Eralp einziehen möchte. „Am Sonntag geht es um einen Politikwechsel“, sagte die Linken-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur zum Abschluss des Wahlkampfs.
Es gehe um ein bezahlbares Berlin , in dem sich die Menschen die Miete und „die schönen Dinge des Lebens“ noch leisten könnten. „Für ein Berlin, das seinen Menschen gehört und nicht den Interessen einiger Weniger“, so Eralp, die unter anderem von Gregor Gysi unterstützt wurde. „Am Sonntag kann Berlin ein neues Kapitel aufschlagen.“ SPD -Spitzenkandidat Steffen Krach war in Begleitung von Berlins früheren Regierungschef Klaus Wowereit unterwegs.
Er rief seine Partei zum Kampf um jede Stimme in den letzten 48 Stunden bis zur Schließung der Wahllokale auf.
Besonders die AfD-Wähler müsse man für die Demokratie zurückgewinnen. „Mein Kampf geht gegen die AfD“, sagte er vor dem Wahlkampfbus der SPD mit der Aufschrift „Krach gegen Nazis“.
Und appellierte zugleich: „Lasst uns diese Stadt nicht schlechtreden von den anderen.
Berlin ist eine großartige Stadt.“ Wowereit : weltoffene Gesellschaft garantieren Zuvor hatte der frühere Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit betont: „Als internationale Metropole haben wir nur eine Chance, wenn wir eine weltoffene, eine diverse Gesellschaft garantieren können.“ Niemand dürfe auf der Straße Angst haben, von Extremisten angefeindet zu werden, weder ein Jude noch ein dunkelhäutiger Mensch noch ein schwules Pärchen.
Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf warb im Mauerpark für eine Verkehrswende und mehr Klimaschutz in der Hauptstadt.
Seine Partei trete etwa dafür ein, mehr verkehrsberuhigte Schulzonen einzurichten, damit weniger Kinder verletzt werden.
Rund 700 verletzte Kinder im vergangenen Jahr - das sei nicht hinnehmbar, sagte Graf.
Ihm gehe es um eine Verkehrswende, bei der kein Mensch mehr im Verkehr sterbe, aber auch Bus und Bahn wieder günstig seien und auch pünktlich kämen.
Zusammengefasst laute die Botschaft seiner Partei: „Wir wollen, dass Berlin klimaneutral, bezahlbar und frei wird.“ Beim BSW zeigte sich Parteigründerin Sahra Wagenknecht zuversichtlich, dass ihre Partei es bei der Wahl ins Berliner Abgeordnetenhaus schafft.
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