Überraschende Strafe für Juve - Fan-Eklat bei Woltemade-Klub
Über diese Strafe können sie nicht meckern. Juventus Turin, der Klub des deutschen Nationalspielers Nick Woltemade (24), muss für eine völlig geschmacklose Aktion der Fans 10.000 Euro blechen.
Was war passiert? Am Wochenende wurde in Italien vor den Spielen der Serie A Sandro Mazzola gedacht. Die Fußball-Legende war am Samstag im Alter von 83 Jahren verstorben. Am Sonntag war auch vor dem Anpfiff der Partie zwischen Juventus und Atalanta Bergamo (2:0) eine Schweigeminute zu Ehren Mazzolas angesetzt. Einige Juve-Anhänger drehten dem Spielfeld währenddessen demonstrativ den Rücken zu und besangen stattdessen Legenden des eigenen Vereins.
Hintergrund: Mazzola spielte während seiner gesamten Karriere für Juve-Rivale Inter und lehnte zudem ein Angebot der Turiner ab. Sein Vater Valentino (†30), der 1949 bei einem Flugzeugabsturz starb, war Kapitän der großen Mannschaft vom damaligen Stadtrivalen AC Turin, die in den 1940er-Jahren fünf Meisterschaften gewann.
Für die Juve-Fans offenbar Grund genug für die respektlose Aktion, die in Italien für Empörung sorgte. Giovanni Malagò (67), der Präsident des italienischen Fußballverbands (FIGC), erklärte: „Es ist eine Geschichte, die uns traurig und verbittert gemacht hat. Als Präsident, als Fußball-Liebhaber und Fan hoffe ich, dass die einzelnen Personen zur Rechenschaft gezogen werden, denn Juventus ist hier eindeutig das Opfer.“
Auch Juve distanzierte sich von dem Verhalten der eigenen Anhänger. In einem Statement schrieb der Klub: „Keine Rivalität kann einen Mangel an Respekt während einer Schweigeminute rechtfertigen.“ Auf Instagram äußerte sich auch Ex-Juve-Profi Claudio Marchisio (40) und verurteilte die Geschehnisse: „Gesten wie die vom Sonntag sollten nicht vorkommen … Rivalität bedeutet Leidenschaft, Zugehörigkeit, Stolz. Aber sie darf niemals den Respekt auslöschen…“
Nun folgte die sportrechtliche Konsequenz. Die Serie A bestätigte eine Geldstrafe über 10.000 Euro. Eine überraschende Entscheidung. Denn vorher war über eine deutlich höhere Strafe spekuliert worden. So stand eine Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro sowie eine mögliche Schließung der Südkurve beim kommenden Heimspiel gegen Lazio Rom im Raum.
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