Wegen Huthi-Bedrohung - Der Blut-Scheich bittet Trump um Hilfe
Sie sind als Sandalen-Krieger verspottet worden, doch aktuell halten die Huthis die Welt in Atem. Denn die ärmlich anmutende Terror-Miliz, die – je nach Experte – vom Iran unterstützt oder sogar gesteuert wird, hat die Meerenge Bab al-Mandab in Geiselhaft genommen. Und mit ihr möglicherweise die ganze Weltwirtschaft.
Die Meerenge, deren Name sich mit „Tor der Tränen“ übersetzen lässt, liegt zwischen dem bürgerkriegsgeplagten Jemen und dem afrikanischen Kontinent. Hier verläuft der Seeweg jener Schiffe, die von Europa nach Asien wollen und umgekehrt. Die Vereinten Nationen schätzen, dass knapp 9 Prozent des gesamten Seehandelsvolumens Bab al-Mandab passieren.
Nachdem die Huthis strategische Positionen im Jemen entlang der schmalen Meerenge (stellenweise nur rund 27 Kilometer) erobert haben, droht dem Schiffsverkehr ein XXL-Umweg. Und zwar über das gefährliche Kap der Guten Hoffnung – und somit um den gesamten afrikanischen Kontinent. Die Folge wäre eine Explosion von Transportkosten und Co., die Zeche müsste der Endverbraucher zahlen.
Ein Huthi-Sprecher hat bereits angekündigt, dass die Terroristen Schiffe des Lieblingsfeindes Saudi-Arabien nicht mehr passieren lassen wollen. Wie CBS News berichtet, hat das den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman auf den Plan gerufen. Demnach hat der Blut-Scheich, der hinter der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi stecken soll, mehrfach mit Donald Trump telefoniert. Inhalt der Gespräche: Ein US-Angriff auf die Huthis, um so die wichtige Route freizubomben. Der US-Präsident lehnte Militärschläge zunächst ab, bot allerdings Hilfe bei der Aufklärung an.
Hinter der Saudi-Bitte steckt mehr als nur wirtschaftliches Interesse. Das erdölreiche Land fürchtet, im Falle einer größeren Operation gegen die Huthis vom iranischen Mullah-Regime mit Raketen angegriffen zu werden. Nach Angaben des Propaganda-Senders Al Masirah soll Saudi-Arabien bereits erste Luftangriffe geflogen haben, was das Königreich bislang nicht bestätigt hat.
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