90 Sekunden fehlen - Airbus muss wegen Nachtflugverbot durchstarten
Frankfurt am Main – Ein Condor-Airbus hat am Freitagabend, 11. September, kurz vor Mitternacht in Frankfurt durchstarten müssen. Der Grund: Die Crew verpasste das strikte Nachtflugverbot um Sekunden. Um 23.59 Uhr war die Maschine mit Flug DE1809 von Olbia (Sardinien) nur noch rund 300 Meter über dem Boden und wenige Kilometer vor der Landebahn – bei einer Geschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde. Die fehlenden 90 Sekunden bis Mitternacht entschieden über die Landung.
Auslöser für das Zeitdrama war eine technische Störung beim Start auf Sardinien, berichtet die „Frankfurter Neue Presse“. Statt wie geplant um 20.15 Uhr startete der Airbus A320 erst um 22.39 Uhr. Die Störung hatte eine Warnmeldung ausgelöst. Die Piloten holten über das Mittelmeer und die Alpen Zeit auf – doch es reichte nicht.
Am Frankfurt er Flughafen gilt zwischen 23 Uhr und 5 Uhr ein striktes Nachtflugverbot. In einer Ausnahmeregelung dürfen verspätete Flüge jedoch noch bis Mitternacht landen, danach sind keine Landungen mehr erlaubt. Die Crew flog nach Köln /Bonn, wo es kein vergleichbares Nachtflugverbot gibt. Gegen 0.30 Uhr landete die Maschine dort. Die Passagiere wurden per Bus zurück nach Frankfurt gebracht.
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