Musikausbildung: Walfisch und Briefwaage: Neue Töne vom Komponisten-Nachwuchs
Von „Schwarz-weiß gestreiften Adiletten“ bis „404 title not found“: Sachsens Komponistennachwuchs ist erfinderisch, wenn er eigene Werke betiteln soll.
Welche schwerwiegende Wirkung ein Wal auf einer Briefwaage verursacht, hat Joachim Ringelnatz 1924 in seinem Gedicht „Übergewicht“ beschrieben.
Den 12-jährigen Levin Schleif aus Dresden haben die Verse zu einer Komposition inspiriert.
Sein Stück „Walfisch und Briefwaage“ steht als Motto über Uraufführungskonzerten der Komponistenklasse Dresden.
Im November sind die neuen Arbeiten von 15 Mädchen und Jungen zu hören.
Vertont wurden nicht nur Gedichte, sondern auch eigene Texte.
Neue Werke erklingen in drei Uraufführungskonzerten Das Klangkollektiv Opus Eins unter Leitung von Milko Kersten führt die Neuschöpfungen im Schloss Gröditz (7.
November), im Konzertsaal der Städtischen Musikschule Chemnitz (8.
November) und am Europäischen Zentrum der Künste im Festspielhaus Hellerau auf (14.
November).
Was die Kinder und Jugendlichen aus Dresden und ganz Sachsen aufs Notenpapier brachten, entstand unter Anleitung der Komponisten Silke Fraikin, Johannes Korndörfer, Annette Schlünz und Bernd Schumann und wurde im Sommerkurs im August in Schmiedeberg fertiggestellt.
Gemeinsam komponieren, improvisieren und musizieren Neun Tage lang wurden hier nicht nur die Partituren fertiggestellt.
Gemeinsam komponieren, improvisieren, singen und musizieren - genau darum geht es.
Kinder und Jugendliche sollen nicht nur Unterricht von gestandenen Tonschöpfern erhalten und bei Ferienkursen eigene Werke zu Papier bringen, sondern auch bei Konzerten Bühnenluft schnuppern und ihre neuen Stücke klingend erleben - interpretiert von Profi-Musikern.
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