Morgenstern: Sind soziale Medien wirklich lebenswichtig?
Wie wichtig ist uns als Gesellschaft Empathie? Und können wir uns auf einen guten Umgang mit Social Media einigen? Die Lage am Morgen.
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie dieses Briefing noch ein Stück weiterlesen (was Sie hoffentlich tun!), dann geht es an einem Punkt um das leidige Thema Politik und Social Media .
Es gibt gefühlt nur zwei Meinungen zum Thema soziale Netzwerke: Entweder betrachtet man sie als fest im Alltag der Menschen verankert und deshalb enorm wichtig, oder man hält sie für überflüssig, schädlich, nutzt sie selbst nicht und ist überrascht, dass so viele andere Menschen es tun.
Ich bin zwiegespalten, nutze einige Apps lieber als andere, kann mir aber einen Alltag ohne soziale Medien auch nicht mehr recht vorstellen.
Als Millennial gehöre ich der einzigen Generation an, die eine Jugend sowohl mit als auch ohne Social Media erlebt hat, weshalb ich die Argumente sowohl der Fans als auch der Gegner gut verstehen kann.
Ich möchte hier aber einmal kurz ausdrückliches Lob für gute Social-Media-Arbeit aussprechen – und zwar an die deutsche Botschaft in Indonesien.
Deren Account folge ich auf Instagram, seit ich wusste, dass ich herkommen werde, und ich habe es tatsächlich nicht einmal bereut.
Und das nicht nur wegen dieses Clips , in dem „Security-Katze“ Minnie vorgestellt wird.
Schauen Sie sich doch beispielsweise mal dieses herzige Video an, das die Botschaft zum Tag der Deutschen Einheit postete.
Botschafter Ralf Beste gibt hier alles.
Kann man Fan eines Botschafters sein? Sollte man? So oder so, ich bekenne mich schuldig.
Ist unser Umgang mit Trauer falsch? Unser Chefredakteur hat eine neue Ausgabe unserer stern -eigenen Talkrunde, der stern Stunde, moderiert – und zu Gast waren CDU-Influencerin Clara von Nathusius und Linken-Urgestein Gregor Gysi.
Es gab eine ganze Reihe interessanter Diskussionen auf der Bühne – aber eine besonders emotionale war die über den Umgang mit der zurückgetretenen Arbeitsministerin Bärbel Bas .
Wie hart darf man als politischer Gegner jemanden angehen, der um die eigene Stieftochter trauert? „Der normale Arbeiter hat nach dem Tod des eigenen Kindes ein bis drei Tage Sonderurlaub“, sagt Clara von Nathusius, und sie hat recht.
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