Justiz: Urteil: Meta haftet für Fake-Werbung auf Instagram & Co
Das Landgericht Frankfurt hat ein Urteil zu betrügerischen Anzeigen auf Social Media gefällt.
Demnach muss Meta für Fake-Werbung haften und die Verbreitung stoppen.
Was sagt der Kläger? Der US-Techriese Meta haftet laut einem Urteil des Landgerichts Frankfurt für Fake-Werbung auf seinen Social-Media-Plattformen Instagram oder Facebook.
Dabei geht es um betrügerische Anzeigen mit dem Logo des Ratgeberportals „Finanzfluss“ und Bildern seines bekannten Gründers.
Meta habe die Veröffentlichung und Verbreitung der Fake-Werbung zu unterlassen, wie die Wettbewerbskammer entschied (Az.: 2-06 O 234/25).
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Zuvor hatten mehrere Medien über die Entscheidung berichtet.
Meta könne sich nicht damit entlasten, es habe keine Kenntnis von der Fake-Werbung gehabt, erläuterte das Gericht unter Verweis auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs.
Demnach hafte ein Diensteanbieter dann, wenn er Kontrolle über die Inhalte ausübe.
Nach Einschätzung der Kammer am Landgericht Frankfurt entscheide Meta darüber, in welcher Rangfolge und zu welchem Zeitpunkt Anzeigen erscheinen. „Und die Beklagte steuert die Ausspielung von Nutzerinhalten in den Feeds der Nutzer durch Algorithmen.“ Kläger: „Das Urteil geht in die richtige Richtung“ In dem Rechtsstreit ging es um gefälschte Profile und Werbeanzeigen, die mit Gesicht und Namen des Gründers der Ratgeberplattform „Finanzfluss“, Thomas Kehl, für betrügerische Geldanlagen warben. „Das Urteil geht in die richtige Richtung“, teilte Kehl mit. „Es ist ein wichtiger Schritt zum Schutz vor weit verbreitetem Finanzbetrug, von dem immer mehr Menschen betroffen sind.“ Meta wurde nach Angaben des Landgerichts außerdem verpflichtet, dem Kläger die Schäden zu ersetzen, die aus der Verbreitung auch sinngleicher Fake-Werbungen künftig entstehen.
Zudem müsse das Unternehmen ihm Auskunft über die Fake-Werbung auf Instagram oder Facebook erteilen und über die dadurch generierten Einnahmen informieren.
Meta überprüft weitere Schritte Ein Metasprecher erklärte, sein Unternehmen lehne diese Entscheidung mit allem Respekt ab. „Wir prüfen derzeit weitere Schritte.
Betrüger sind hartnäckige Kriminelle, die immer ausgefeiltere Taktiken anwenden, um Menschen online ins Visier zu nehmen, und wir haben in diesem Fall erhebliche Maßnahmen ergriffen – darunter proaktive Erkennungsmaßnahmen und die Entfernung gemeldeter Inhalte.“ Meta investiere in fortschrittliche KI, Tools und Partnerschaften, um Betrüger zu stoppen, sagte der Sprecher. „Im vergangenen Jahr haben wir über 159 Millionen betrügerische Anzeigen aufgedeckt und entfernt, davon 92 Prozent noch bevor sie uns gemeldet wurden.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.