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Ausgerechnet gegen Preußen - Ende zieht den Kopf aus der Schlinge

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Ausgerechnet gegen Preußen - Ende zieht den Kopf aus der Schlinge

Eine Niederlage hätte wahrscheinlich sein Aus bei Fortuna bedeutet. Doch dann rächte sich Trainer Alexander Ende (47) für seinen Rauswurf in Münster vor sieben Monaten, durfte gaaanz spät einen 2:1-Erfolg an alter Wirkungsstätte feiern.

Nach einer guten Stunde Spielzeit schien die Uhr von Düsseldorfs „Wackel-Coach“, der in der Vorsaison mit Münster und Fortuna einen Doppel-Abstieg aus der 2. Liga hingelegt hatte, von fünf vor 12 auf fünf nach 12 vorgerückt zu sein. Weil die „Adlerträger“ vor ausverkauften Rängen (13.945 Fans) – nahezu aus dem Nichts – mit 1:0 in Führung gegangen waren. Montell Ndikom (21) hatte sich auf der linken Seite energisch durchgetankt und in die Mitte geflankt. Wo Felix Higl (29/53.) den Ball per Kopf ins Netz der Rheinländer wuchtete.

Die Freude der „Adlerträger“ war jedoch von kurzer Dauer. Bereits 12 Minuten später der Ausgleich für die Fortuna. Nach toller Vorarbeit von Anas Slimani (19), der sich viel zu einfach gegen Rechtsverteidiger Romario Rösch (27) durchsetzte, brauchte Andreas Müller (26) zentral vorm Kasten nur noch abzustauben.

Ein Unentschieden, das den gezeigten Leistungen bis dahin gerecht wurde. Die Gäste machten zwar über weite Strecken mehr Druck, kamen aber – ebenso wie die Münsteraner – kaum zu klaren Möglichkeiten. Preußen-Trainer Thomas Wörle (44) nach dem Abpfiff enttäuscht: „Ich finde, wir haben viel wegverteidigt und sehr wenig zugelassen. Am Ende waren‘s zwei Unachtsamkeiten, die uns um den verdienten Lohn gebracht haben.“

Ein Kunstschuss zum Sieg der Gäste, eingeleitet von Bouchama. Der Ex-Preuße, der immer noch ein Herz für die „Scharz-Weiß-Grünen“ hat, verzichtete aufs Jubeln. Später sagte er fast entschuldigend: „Klar freue ich mich über meinen Assist. Aber die Preußen tun mir auch ein wenig leid. Der Fußball ist manchmal verrückt.“

Dürfte auch Ende denken, dessen möglicher Nachfolger Mitch Kniat (40) sich sogar schon unter die Zuschauer gemischt hatte. Durch den wichtigen Auswärts-Dreier erhält Ende nun aber seine nächste Bewährungschance am Samstag daheim gegen Saarbrücken (14 Uhr), während Münster zeitgleich in Großaspach ran muss. Wo ebenfalls dringend drei Zähler eingefahren werden sollten, um nicht in untere Tabellen-Regionen (aktuell Rang 9) abzurutschen.

Fakt ist: Während die Preußen erstmals in der laufenden Drittliga-Spielzeit zu Hause leer ausgingen, bleibt eine andere bittere Serie bestehen. In neun Partien behielt die Wörle-Truppe noch kein einziges Mal eine „weiße Weste“, kassierte stattdessen 18 Gegentore. Definitiv zu viel, um höhere Ansprüche zu stellen...

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