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Suchtfaktor wie beim Rauchen: Warum hochverarbeitete Lebensmittel so tückisch sind

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Suchtfaktor wie beim Rauchen: Warum hochverarbeitete Lebensmittel so tückisch sind

Hochverarbeitete Lebensmittel sind schmackhafte, günstige und haltbare Nahrung - haben aber einen gesundheitlichen Preis. Seit ihrer Einführung wächst die Zahl der Übergewichtigen weltweit. Forscher sehen ein Schema, wie Verbraucher gezielt süchtig gemacht werden.

Hochverarbeitete Lebensmittel gibt es verbreitet seit etwa einem halben Jahrhundert - und seither steigen die Adipositas-Zahlen. Milliarden Menschen sind übergewichtig. "Von hochverarbeiteten Lebensmitteln werden Suchtmechanismen wie beim Rauchen ausgelöst", sagt Mathias Faßhauer von der Universität Gießen.

Hochverarbeitete Lebensmittel entstanden aus dem Wunsch nach günstigen, haltbaren, gut transportfähigen Produkten, wie Peter von Philipsborn von der Universität Bayreuth erklärt. Zu frühen Vorläufern zählen konservierte und industriell standardisierte Lebensmittel wie Dosenware und Frühstücksflocken.

Zunehmend wurden Produkte über Zusätze gezielt optimiert - nicht um die Gesundheit zu fördern, sondern um Essen aus Lust anzuregen und dadurch den Verkauf zu maximieren, wie Faßhauer erklärt. Er spricht von Lebensmittel-Imitaten: aus möglichst billigen Grundstoffen Zusammengefügtes, das niemand lecker fände, wären da nicht Zusatzstoffe wie Aromen beigemengt.

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