Samstag, 10. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
› Fans in Sorge um „Mandy“-Sänger - Barry Manilow muss wieder Konzerte absagen› L’Osteria-Gründer Klaus Rader (†63) stürzt ab - Das Todeswrack› „Warte ab, bis du die nächste Freundin hast“ - Sex-Ansage von Gigi an Laurenz› Für Schatzi Hamilton in Singapur - Kim Kardashians Formel? 1A aussehen!› Ulf Poschardt über Literatur von heute - „Nur Süßmäuse auf der Buchmesse“› Bei „Promi Big Brother“ knistert’s - Kuscheldate! Das ging schnell bei Christian Lell› Der kleine Bruder von Giovanni Zarrella - Jeden Tag ein Marathon!› Tragödie auf Mallorca - L’Osteria-Gründer starb kurz nach zweitem Ja-Wort› Ben Affleck fand alte Briefe seiner Mutter - Lernt man seine Liebsten nach dem Tod neu kennen?› DSDS-Star Sarah Engels - „Das Leben ist manchmal einfach ungerecht“› Fans in Sorge um „Mandy“-Sänger - Barry Manilow muss wieder Konzerte absagen› L’Osteria-Gründer Klaus Rader (†63) stürzt ab - Das Todeswrack› „Warte ab, bis du die nächste Freundin hast“ - Sex-Ansage von Gigi an Laurenz› Für Schatzi Hamilton in Singapur - Kim Kardashians Formel? 1A aussehen!› Ulf Poschardt über Literatur von heute - „Nur Süßmäuse auf der Buchmesse“› Bei „Promi Big Brother“ knistert’s - Kuscheldate! Das ging schnell bei Christian Lell› Der kleine Bruder von Giovanni Zarrella - Jeden Tag ein Marathon!› Tragödie auf Mallorca - L’Osteria-Gründer starb kurz nach zweitem Ja-Wort› Ben Affleck fand alte Briefe seiner Mutter - Lernt man seine Liebsten nach dem Tod neu kennen?› DSDS-Star Sarah Engels - „Das Leben ist manchmal einfach ungerecht“
Aktuell

Brief aus dem Irankrieg: Was von „Frau, Leben, Freiheit“ in Teheran geblieben ist

Frankfurter Allgemeine Zeitung ·
Brief aus dem Irankrieg: Was von „Frau, Leben, Freiheit“ in Teheran geblieben ist

Mein Lieber, azizam, ich sitze auf dem Stuhl am Fenster, mein Laptop steht auf dem kleinen Tisch für zwei in meiner Wohnung in Teheran. Die Wohnung ist ziemlich dunkel, und meine Katze Mi springt hin und her, weil sie einem Insekt hinterherjagt. Manchmal wird sie ganz aufgeregt, stellt sich auf die Hinterbeine und streckt die Pfoten nach oben, um es zu fangen. Durch das Fenster kommt relativ kühle Luft herein.

Ich war bei meiner Freundin H. zu Hause im Stadtzentrum. Dorthin fuhr ich mit einem Taxi. Unterwegs sah ich ein großes zerstörtes Gebäude, das aussah, als wäre es explodiert. Der Fahrer, vielleicht fünfunddreißig Jahre alt, sagte: „Das haben sie im Krieg getroffen. Das war ein Gebäude der Revolutionsgarden.“ Ich sagte: „Gut, dass die Kriegstechnologie inzwischen so weit ist, dass man punktgenau treffen kann. Stell dir vor, es wäre zur Zeit des Iran-Irak-Krieges gewesen – da hätten sie ganz Teheran bombardiert.“ Dann kamen wir darauf zu sprechen, dass er Shorts trug. Eine Frau hatte ihn darauf hingewiesen, dass er auf der Straße keine Shorts tragen dürfe, und er hatte ihr geantwortet: „Gnädige Frau, steigen Sie aus meinem Auto aus. Ich selbst bin erst im Monat Farvardin aus dem Gefängnis entlassen worden.“

Bei den Protesten um Mahsa Amini war er festgenommen worden. Er hatte vier Jahre im Gefängnis verbracht, bis er vor einigen Monaten durch eine Begnadigung des neuen Obersten Führers freikam. Er war in der Nähe des Ortes gewesen, an dem ein bewaffneter Basidschi getötet wurde – jener bekannte Basidschi, mit dem Demonstranten aneinandergeraten waren und der dabei ums Leben kam. Vier Menschen erhielten in diesem Verfahren Todesurteile. Er sagte: „Das Einzige, was ich getan habe, war, mit dem Fuß gegen die Kopfhörer des Basidschi zu treten, die auf dem Boden lagen, und sie wegzukicken. Genau das hat auch die Kamera aufgenommen.“

Dann sagte er, er sei bei Straßenprotesten immer in der ersten Reihe gewesen. Aber inzwischen wolle er mit all dem nichts mehr zu tun haben und sei sogar froh, dass er während der Proteste im Monat Dey, also im Januar, im Gefängnis gewesen sei. Ich fragte: „Warum?“ Er sagte: „Wegen meiner Eltern.“ Dann deutete er auf drei junge Frauen, die an einer roten Ampel vor unserem Auto die Straße überquerten, und sagte mit fester Stimme: „Als Mann würde ich mir den Hals durchschneiden, wenn mich die Haare dieser Mädchen erregen würden.“

Wir kamen vor H.s Haus an. Gegenüber liegt eine große Galerie. Junge Frauen und Männer mit unterschiedlichen Frisuren und in freizügiger Sommerkleidung standen rund um die Galerie, rauchten und unterhielten sich. Der Fahrer sagte: „Ich bin jetzt im Ruhestand. Und dir sage ich dasselbe: Wir können nichts verändern. Egal, wie viele wir sind – die andere Seite hat Waffen, und unsere Hände sind leer. Also leb auch du dein Leben und bleib in der Mitte. Weder auf dieser noch auf jener Seite.“ Ich sagte: „Aber ich glaube, die Bewegung ‚Frau, Leben, Freiheit‘ war anders. Ihr Ergebnis kann man mit eigenen Augen sehen. Dein Kampf war also keineswegs wirkungslos.“ Er sagte: „Auch ich hätte zum Tode verurteilt werden können.

Vollständigen Artikel bei Frankfurter Allgemeine Zeitung lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.faz.net — der Inhalt gehört Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Mehr von Frankfurter Allgemeine Zeitung

Alle ansehen ›

Mehr in Aktuell

Alle ansehen ›