Klassiker gegen den BFC - Carl Zeiss Jena geht mit Butzen auf die Jagd
Am Freitagabend (19 Uhr) steigt DAS Verfolgerduell der Regionalliga Nordost in Jena. Dann empfängt der FC Carl Zeiss den DDR-Rekordmeister BFC Dynamo. Beide Klubs haben sich zuletzt mit einer Serie an die Spitze herangepirscht. Die Thüringer haben die letzten drei Spiele gewonnen, die Berliner seit dem 3. Spieltag nicht mehr verloren. Am Ende spiele das aber alles keine Rolle, sagt Jenas Trainer Marco Grote (54).
Denn: „Jedes Spiel hat seine Wertigkeit und jetzt ist es egal, ob wir Dritter, Fünfter oder Achter sind. Es bleibt eine enge Saison und gerade haben wir andere Schwerpunkte als die Tabelle“, sagt der Zeiss-Coach. Das Ziel für den Freitag bleibt natürlich, die drei Punkte einzufahren. „So wie jede Woche“, bemerkt Grote. Mit dabei helfen kann wieder Kapitän Nils Butzen (33), den es zuletzt mit einer Grippe böse ausgeschert hat, der das 2:1 in Luckenwalde nur vom Krankenbett aus hat verfolgen können.
Das erste Mal im Kader wird Alexios Dedidis (25) stehen. Der gerade verpflichtete Keeper komplettiert das Torwartteam des FCC – als Ersatzmann, wie Grote sagt: „Es gibt da wenig Grund, über einen Wechsel zu diskutieren. Alexios war vereinslos, wird auch Zeit brauchen.“
Gegen Dynamo soll Till Härting (19) seinen Kasten wieder sauber halten. Alles andere als ein leichtes Unterfangen, weiß Grote: „Der BFC bringt eine enorme Körperlichkeit mit. Sie spielen zudem immer in der gleichen Ordnung, was Automatismen mit sich bringt. Die Berliner sind sehr zielstrebig, spielen einen intensiven Fußball“, lobt Grote den DDR-Rekordmeister. Aber: „Wir sind der Überzeugung, dass wir ihnen mit unseren Mitteln weh tun können.“ Heißt: Defensiv stabil stehen, Zweikampfstärke - und endlich Effizienz im Angriff. Dass Carl Zeiss zuletzt dreimal in Serie gewann, sei hilfreich. Grote: „Das bringt eine Portion Selbstbewusstsein. Bei uns ist noch nicht alles stabil, das wissen wir. Aber das gehört zu einer Entwicklung dazu.“
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