Unwetter in Spanien - Mann stirbt bei Überschwemmungen in Auto
Barcelona (Spanien) – Die Urlaubsregion um Barcelona ist von schweren Unwettern heimgesucht worden. Bei heftigen Regenfällen ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Die Feuerwehr teilte mit, sie habe in der kleinen Gemeinde Olivella die Leiche eines Mannes gefunden. Das Auto des Opfers war von Wassermassen eines normalerweise kleinen Baches fortgerissen worden, als er ihn durchfahren wollte.
Der Körper des toten Mannes, bei dem es sich einem Bericht der spanischen Zeitung „La Vanguardia“ zufolge um einen dort lebenden Briten handeln soll, wurde erst Stunden später von Rettungstrupps gefunden, wie die Polizei mitteilte. In der Region seien bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter binnen weniger Stunden niedergegangen. Das Unwetter mit gewaltigem Starkregen führte zu massiven Überschwemmungen und sorgte für Störungen im Straßen-, Zug- und auch im Flugverkehr. Das Unwetter erinnert an die Überschwemmungen im Jahr 2024 – damals starben 236 Menschen.
Die spanische Wetterbehörde Aemet hatte am Mittwoch Unwetterwarnungen ausgegeben. Wegen der Gefahr von Überschwemmungen wurde für die Stadt Barcelona kurzzeitig sogar die höchste Alarmstufe „Rot“ ausgerufen. Außerdem wurde die Bevölkerung in den Regionen Katalonien und Valencia dazu aufgerufen, unnötige Reisen zu vermeiden. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez (54) warnte auf „X“ vor „sehr komplizierten Situationen in mehreren Regionen unseres Landes“ und bat um „maximale Vorsicht“.
In Barcelona wurden einige U-Bahn-Stationen geschlossen und Busse umgeleitet. Auch der Regionalverkehr wurde durch das heftige Wetter gestört. Am Flughafen Barcelona hatten Flüge Verspätung oder wurden gestrichen.
Noch heftiger waren die Niederschläge im weiter südlich gelegenen Valencia und Umgebung, wo bis zu 100 Liter je Quadratmeter gemessen wurden. Heftige Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde entwurzelten zudem viele Bäume. Ein Fußballspiel der ersten Liga zwischen Athletic Bilbao und UD Levante musste kurz vor Anpfiff abgesagt werden. Das Estadio Ciudad de Valencia stand unter Wasser.
In der Stadt Valencia wurde der U-Bahn-Betrieb eingestellt. Der Flughafen der Stadt war aufgrund von Überschwemmungen stundenlang geschlossen. Zwölf Flüge mussten dem Betreiber Aena zufolge umgeleitet werden. Weniger schlimm traf es die Balearischen Inseln. Dennoch gingen beispielsweise an einigen Orten auf Mallorca bis zu 74 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in der Nacht herunter.
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