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Falsche Wahl mit Folgen - Zweitkatze gesucht? Dieser Fehler sorgt für Stress

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Falsche Wahl mit Folgen - Zweitkatze gesucht? Dieser Fehler sorgt für Stress

Die erste Katze soll nicht länger allein sein, also zieht ein Artgenosse ein. Doch statt gemeinsam zu spielen und zu kuscheln, fauchen sich die Tiere an, jagen einander durch die Wohnung oder gehen sich dauerhaft aus dem Weg.

Der gut gemeinte Wunsch nach Gesellschaft kann für beide Katzen zum Stress werden. Denn entscheidend ist nicht nur, wie die Tiere aneinander gewöhnt werden. Schon bei der Wahl der Zweitkatze können Halter einen folgenreichen Fehler machen.

„Allzu große Unterschiede bezüglich Selbstsicherheit und Temperament erweisen sich oft als problematisch“, erklärt Hester Pommerening vom Deutschen Tierschutzbund gegenüber PETBOOK . Eine aktive, stürmische Katze kann einen ruhigen Artgenossen überfordern. Ebenso kann ein sehr unsicheres Tier unter einem dominanten Mitbewohner leiden.

Bevor eine Zweitkatze einzieht, sollten Halter deshalb den Charakter ihres Tieres ehrlich einschätzen: Ist die Katze verspielt oder gemütlich? Sucht sie Kontakt zu Artgenossen oder zieht sie sich eher zurück? Ist sie mutig, schreckhaft, selbstbewusst oder schnell gestresst?

„Gleich und gleich gesellt sich gern“ kann bei Katzen eine brauchbare Orientierung sein. Auch das Alter spielt eine Rolle. Ein temperamentvolles Jungtier passt meist nicht zu einer älteren Katze, die viel Ruhe benötigt.

Ob zwei Kater, zwei Katzen oder ein gemischtes Paar besser harmonieren, lässt sich nicht pauschal sagen. Auch Fachleute bewerten den Einfluss des Geschlechts unterschiedlich. Haustiertrainerin Michaela Asmuß hält vor allem die Persönlichkeit der Tiere für entscheidend.

Die Rasse kann Hinweise auf typische Eigenschaften geben, garantiert aber keinen bestimmten Charakter. Selbst innerhalb einer Rasse können Katzen sehr verschieden sein. Halter sollten deshalb das konkrete Tier kennenlernen und sich im Tierheim oder bei der Pflegestelle ausführlich beraten lassen. Wichtig ist zudem, dass die Tiere kastriert sind.

Auch zwei grundsätzlich passende Katzen sollten nicht sofort gemeinsam in einen Raum gesetzt werden. „Man sollte sie erst den Geruch der jeweils anderen Katze aufnehmen lassen, bevor es dann Sichtkontakt und später eine direkte Begegnung gibt“, rät Pommerening. Für den ersten Sichtkontakt eignet sich eine sichere Barriere. Leckerlis, Spielen oder Clickertraining können dabei helfen, die Anwesenheit der anderen Katze positiv zu verknüpfen.

Etwas Fauchen beim Kennenlernen ist zunächst nicht ungewöhnlich. Werden die Tiere jedoch steif, plustern ihr Fell auf, fixieren sich, grollen oder springen gegen die Absperrung, ist Vorsicht geboten. „Wenn sie nach vorne gegen das Gitter springen, ist das kein Spiel, sondern der Versuch, den anderen zu vertreiben“, erklärt Asmuß. Dann sollte die Zusammenführung nicht einfach erzwungen werden.

Entspannte Signale sind dagegen vorsichtiges Beschnuppern, Blinzeln, Abwenden oder Hinlegen. Dennoch braucht eine Vergesellschaftung Zeit. Wer die Zweitkatze nur nach Aussehen auswählt oder beide Tiere sofort zusammenlässt, riskiert dauerhaften Stress.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

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