Verletzung doch schlimmer? - Football-Diva erklärt Heul-Anfall
Es sah aus wie das ultimative Drama. Als sich NFL -Star Caleb Williams (24) in Woche zwei ohne Fremdeinwirkung am Bein verletzte, schrie der Quarterback der Chicago Bears vor Schmerzen. Als man ihn auf einem Wägelchen aus dem Stadion karrte, zog er ein Handtuch über den Kopf, weinte bittere Tränen und reckte trotzig die Siegerfaust . Die Fans befürchteten nach dem hollywoodreifen Abgang das Schlimmste, fürchteten, die Saison sei für den Hoffnungsträger gelaufen. Nur um sich am nächsten Tag verwundert die Augen zu reiben: Denn Williams hatte sich offenbar „nur“ eine mittelschwere Zerrung im hinteren Oberschenkel („Hamstring“) zugezogen …
Unter der Woche kehrte Williams ins Mannschaftstraining zurück und könnte Sonntag gegen die Atlanta Falcons (19 Uhr) zurückkehren. „Ich kann mich bewegen, ich kann laufen, und ich habe neulich erst meine Höchstgeschwindigkeit erreicht“, sagte die Diva am Donnerstag. „Eine der höchsten Geschwindigkeiten, die ich je geschafft habe.“ Doch dann bremste er die Erwartungen wieder: „Ich habe in den letzten Wochen einiges weggesteckt und mich wieder herangearbeitet, und es hat sich gut angefühlt. Aber es ist etwas anderes, wenn man eine komplette Trainingswoche absolvieren, sich auf ein Spiel vorbereiten und diesen Stress für Geist, Körper und Seele auf sich nehmen muss. Wir werden sehen, wie es läuft.“
Bei der Frage nach der Schwere seiner Verletzung wurde Williams zickig. „Es ist bisher absolut nichts veröffentlicht worden, was den Kern der Sache oder den Verlauf meiner Verletzung richtig getroffen hat“, sagte Williams und kritisierte die Medien: „Ich würde sagen, von eurer Seite (den Medien) geht es darum, korrekt darüber zu berichten und die Sache richtig anzugehen. Und es gilt: Wenn du es nicht vom Chef persönlich oder direkt aus erster Hand – also von mir – gehört hast, ist es wahrscheinlich falsch. Jede einzelne Meldung war es bisher.“
Als die Reporter nachfragten, wie schwer seine Verletzung denn wirklich gewesen sei, wurde Williams bockig und sorgte mit seiner Antwort für Kopfschütteln: „Nach all den Falschmeldungen verdient es diese Information nicht, an die Öffentlichkeit zu kommen.“ Dann schob er immerhin nach, es sei eine „ziemlich ernste“ Muskelverletzung gewesen.
Im Anschluss verteidigte er sich gegen die Kritik, die nach seinem Tränen-Abgang über ihn hereingebrochen war. „Dieses Team, diese Organisation, das Gewinnen und mit meinen Mannschaftskollegen zusammen zu sein – das alles ist mir wichtig“, erklärte er seinen Gefühlsausbruch. „Das ist, was ich liebe. Das bringt ein Lächeln in mein Gesicht. Es bedeutet mir alles. Nicht spielen zu können, war frustrierend. Das war der Grund für die Tränen.“
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