Naturschutz: Warum ein Berliner Polizist Kraniche beobachtet
Tagsüber setzt sich der Berliner Polizeibeamte Christian Kessler in Schulen gegen Messergewalt ein.
In seiner Freizeit zählt er Kraniche.
Warum ihn die Vögel seit Jahren nicht mehr loslassen.
Es ist kurz vor Sonnenuntergang im Oder-Spree-Gebiet.
Noch ist es ruhig.
Nur ein Eichelhäher schimpft im Wald und ein Hirsch röhrt.
Stare ziehen über das Moor.
Dann ertönt das erste Trompeten.
Aus der Ferne kommen die Kraniche von ihren Futterplätzen zurück. „Zum Schluss fliegen die Gänse ein.
So läuft es immer ab hier“, sagt Christian Kessler auf seinem Hochsitz.
Von hier aus kann er das Moor gut überblicken.
Für Kessler sind solche Momente längst mehr als ein Hobby.
Der 56-jährige Berliner Polizist verbringt abends und in den frühen Morgenstunden oft Stunden an einem Kranich -Schlafplatz.
Er zählt die Vögel, dokumentiert Bruterfolge und meldet seine Beobachtungen für den Kranichschutz.
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