Halter aufgepasst - Woran Sie Geruchsverlust beim Hund erkennen
Die Nase ist für Hunde ein zentrales Sinnesorgan. Mit mehr als 200 Millionen Riechzellen nehmen sie ihre Umwelt vor allem über Gerüche wahr. Doch auch Hunde können ihr Riechvermögen teilweise oder vollständig verlieren. Weil sie Einschränkungen oft lange ausgleichen, ist das für Halter nicht immer leicht zu erkennen.
Schon kurz nach der Geburt orientieren sich Welpen über den Geruchssinn. Ausgewachsene Hunde können bis zu eine Million Gerüche unterscheiden und beim Schnüffeln bis zu 300-mal pro Minute einatmen, berichtet PETBOOK . Ihre Nasenlöcher setzen sie unabhängig voneinander ein und erkennen so die Richtung eines Geruchs.
Die Nase hilft bei der Futtersuche, warnt vor Gefahren und dient der Kommunikation. Speziell ausgebildete Hunde können zudem Drogen, Sprengstoff oder gesundheitliche Veränderungen beim Menschen erkennen.
Den Verlust oder die Verminderung des Riechvermögens nennen Fachleute Anosmie. Betroffene Hunde zeigen möglicherweise weniger Interesse am Schnüffeln, finden Futter oder Leckerlis schlechter und wirken unsicherer. Auch Wesensveränderungen, Teilnahmslosigkeit oder ungewöhnliche Müdigkeit können auftreten.
Besonders schwer zu erkennen ist das Problem, wenn nur ein Nasenloch betroffen ist. Viele Hunde gleichen die Einschränkung lange aus. Bei Spür- und Suchhunden fällt eine nachlassende Riechleistung meist früher auf.
Eine vorübergehende Ursache kann eine Nasennebenhöhlenentzündung sein. Nach erfolgreicher Behandlung kann sich das Riechvermögen wieder erholen. Auch Virusinfektionen, Kopfverletzungen, Schlaganfälle oder Hirntumore kommen als Auslöser infrage.
Bestimmte Medikamente können den Geruchssinn ebenfalls beeinträchtigen. Stark reizende Stoffe wie Chlor oder scharfe Reinigungsmittel können die empfindliche Hundenase zusätzlich belasten und sollten möglichst vermieden werden.
Ob sich die Nase erholt, hängt von der Ursache ab. Bei einer vorübergehenden Reizung oder behandelbaren Erkrankung kann der Geruchssinn vollständig zurückkehren. Bleibt das Verhalten auffällig oder lässt die Riechleistung deutlich nach, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.
Auch bei gesunden Hunden ist Schnüffeln wichtig. Beim Spaziergang Fährten aufzunehmen und Gerüche zu erkunden, beschäftigt die Tiere geistig und hilft ihnen, ihre Umwelt wahrzunehmen.
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.