Lake America: Darf Trump eigentlich einfach so Seen oder Berge umbenennen?
Der Ontario-See heißt nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump nun Lake America.
Aber wer ist eigentlich für die Namensgebung von Bergen und Seen in den USA zuständig? US-Präsident Donald Trump hat den Lake Ontario in „Lake America“ umbenannt und damit den Streit mit dem Nachbarland Kanada verschärft.
Die Namensänderung trete mit sofortiger Wirkung in Kraft, sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten im Oval Office in Washington.
Weder Kanada noch die deutsche Bundesregierung erkennen den neuen Namen an. „Für uns heißt es weiter Lake Ontario, wie der übliche Name ist“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag in Berlin. „Es ist eine amerikanische Entscheidung, diesen See anders zu bezeichnen.
Die hat erstmal keine weiteren Auswirkungen auf andere Länder.“ Aber auch in den USA gibt es Regeln, wie solche Umbenennungen geregelt sind.
Zuständig ist eigentlich das „U.S.
Board on Geographic Names“ , das nach eigenen Angaben 1890 geschaffen wurde, um „eine einheitliche Verwendung geografischer Bezeichnungen in der gesamten Bundesregierung sicherzustellen“.
Lake America statt Lake Ontario In der Regel beginnt die Umbenennung eines Ortes auf lokaler Ebene: Die Einwohner eines Bundesstaates oder eines Countys schlagen eine Namensänderung vor und sichern sich dafür Unterstützung.
Das Verfahren ist in jedem US-Bundesstaat unterschiedlich.
In Minnesota etwa hieß ein See bis 2018 noch Lake Calhoun, seitdem Bde Maka Ska – „ein Dakota-Name für den See, der seit vielen Jahren mündlich überliefert wird“, so die zuständige Behörde, das Minneapolis Park Board.
Nachdem das Gremium für die Namensänderung gestimmt hatte, legte es den Vorschlag den Zuständigen im County vor.
Nach deren Zustimmung leiteten sie den Antrag an das Ministerium für natürliche Ressourcen von Minnesota weiter.
Das Ministerium gab ebenfalls grünes Licht und so machte der Staat Minnesota die Namensänderung offiziell.
Das „U.S.
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